Waldeck

Freienhagen - wie eine große Familie

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- Waldeck-Freienhagen (höh). Mit doppeltem Glockengeläut vom Kirchturm und der Schelle des Ortsdieners wird die Jury für den Wettbewerb „Unser Dorf“ empfangen.

Als „sympathisches Dorf in der Ferienregion Edersee“ präsentiert sich der Waldecker Stadtteil. Im Mittelpunkt: das lebendige Rathaus – zentrale Anlaufstelle mitten im Ort. Beim Rundgang durch das 1860 erbaute ehemalige Schul- und Rathaus ist die Bewertungskommission beeindruckt vom Miteinander der örtlichen Vereine. Gesangverein, Landjugend, Schützen, Landfrauen, aber auch das Büro des Ortsvorstehers und eine Arztpraxis finden sich hier. „Wir sind wie eine große Familie“, sagt Ortsvorsteher Heinrich Schmitz zufrieden. Im Dachgeschoss wetteifern die Sportschützen in einer der modernsten Schießanlagen Nordhessens. Axthiebe auf einem rustikalen Tisch zeugen von einer Fehde zwischen den Hessen aus Ippinghausen und den Waldeckern.

Dass Freienhagener in die Hände spucken, wenn’s drauf ankommt, das habe der Stadtteil bei der 750-Jahr-Feier im Jahr 2003 bewiesen, wo die gesamte Kasseler Straße in Eigenleistung gepflastert wurde. Zuletzt wurde bei einem gemeinschaftlichen Arbeitseinsatz die Außenanlage der Grillhütte in Schuss gebracht. In der Kirche Peter und Paul stellt Pfarrerin Karin Lilie zur Bachkantate von Organist Gerhard Pfeifferling die geschnitzte Jakobsstatue aus dem Mittelalter vor. Kurzer Stopp an der Gefrieranlage (108 Fächer, 55 Nutzer), dann führt der Spaziergang zum ehemaligen Spritzenhaus, das sich heute in Privatbesitz befindet, und zum neuen Gerätehaus.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Freitag, 26. August

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