Einsatz für die Natur

Bad Wildungen: 14 Freiwillige arbeiten eine Woche im Nationalpark Kellerwald-Edersee

Licht für Haselmaus und Erdbiene: Freiwillige des Bergwaldprojekts bei ihrem Arbeitseinsatz im Nationalpark; im Bild bei der Entnahme von Gehölzen wie Birke und buche an einer sonnigen Böschung.
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Licht für Haselmaus und Erdbiene: Freiwillige des Bergwaldprojekts bei ihrem Arbeitseinsatz im Nationalpark; im Bild bei der Entnahme von Birken und Buchen an einer sonnigen Böschung.

14 Freiwillige aus dem ganzen Bundesgebiet waren eine Woche im Nationalpark Kellerwald-Edersee beschäftigt, um vor allem standortfremde Bäume zu entnehmen und Wiesenbiotope zu pflegen.

  • 14 Freiwillige aus ganz Deutschland waren eine Woche im Nationalpark Kellerwald-Edersee im Einsatz.
  • Die Helfer entbuschten Offenlandbiotope und rissen einen alten Schuppen ab.
  • Der Verein Bergwaldprojekt mit Sitz in Würzburg war Ausrichter, er organisiert Freiwilligen-Wochen mit jährlich mehr als 3000 Teilnehmern in über 140 Projektwochen an mehr als 70 Einsatzorten in Deutschland.

Bad Wildungen – Bereits seit 2005 kommen Freiwillige des Vereins Bergwaldprojekt regelmäßig in das Großschutzgebiet, um dort unentgeltlich notwendige Wald- und Naturschutzarbeiten zu erledigen.

Licht und Luft für Offenlandbiotope

Sie bauten einen alten Schuppen ab, entbuschten auf mageren, sonnigen Standorten wertvolle Offenlandbiotope und entfernten am Hochstein zahlreiche nicht mehr benötigte Wuchshüllen. Bei den Arbeiten in enger Zusammenarbeit mit Teamleiter Marco Enders vom Nationalpark Kellerwald-Edersee wurden die Ehrenamtlichen von einem Forstfachmann des Bergwaldprojektes angeleitet.

Bei dem Einsatz werde auch ein wichtiges Anliegen des Nationalparkgedankens vermittelt, sagte Enders. Die Teilnehmer erlebten einen Wald, „wie er sich in natürlicher Dynamik bei sich verändernden Einflüssen entwickeln kann“.

„Wer sich uneigennützig für die Natur engagiert, entwickelt neue Beziehung zur Natur“

Projektleiter Henning Aulich vom Verein Bergwaldprojekt sieht noch einen weiteren Aspekt: „Wer sich uneigennützig in seiner Freizeit tatkräftig für die Natur engagiert, entwickelt auch eine neue Beziehung zur Natur.“ Erlebnisse motivierten dann oftmals auch darin, den eigenen Alltag naturverträglicher und damit zukunftsfähiger zu gestalten.

Die praktischen Arbeit vor Ort rundete ein gemeinsamer Exkursionsnachmittag in das Schutzgebiet ab. Dabei erfuhren die freiwilligen Helfer mehr über die vielfältigen Aspekte des Nationalpark Kellerwald-Edersee und dessen Bedeutung für Mensch und Natur.

Untergebracht war die Gruppe in einem historischen Forsthaus. Eine Köchin kümmerte sich um das Wohlergehen der Helfer mit vegetarischer Vollwertkost – möglichst aus regionalen und saisonalen Zutaten.  

Verein Bergwaldprojekt: Jährlich über 3000 Freiwillige an mehr als 70 Einsatzorten

Der Verein Bergwaldprojekt mit Sitz in Würzburg organisiert Freiwilligen-Wochen mit jährlich mehr als 3000 Teilnehmern in über 140 Projektwochen an mehr als 70 Einsatzorten in Deutschland. Schwerpunkte: Waldumbau und -pflege, Biotop- und Artenschutz, Moorwiedervernässungen. Die Funktionen der Ökosysteme sollen erhalten, die Bedeutung der natürlichen Lebensgrundlagen in den Fokus rücken und die Gesellschaft für einen naturverträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen sensibilisiert werden. Der Verein finanziert sich größtenteils aus Spenden.

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