In der Rehbach-Sackgasse hat Dieter Brostmeyer ein Auge auf den Verkehr

Freundlich das Chaos verhindern

Rehbach - Ganz gleich ob Dauercamper, Tagesgast, Bustourist oder Segler – alle kennen sie den braungebrannten „Mann mit dem Hut“ und grauem Vollbart.

Seit eh und je begrüßt er freundlich die Autofahrer mit und ohne Wohnwagen, die Wohnmobilbesitzer, die Motorrad- oder Radfahrer und Wanderer am Ende der Einbahnstraße am Rehbach, weist ihnen den Weg und erteilt bereitwillig Auskünfte. Wohl kaum ein Segler, dessen Schiff am Rehbach liegt, der den freundlichen „Empfangschef“ nicht schon lange kennt. Dabei weiß kaum einer seinen Namen: Dieter Brostmeyer heißt der immer zuvorkommende Verkehrsportier am Rehbach, der auch stets die Camper sach- und ortskundig zu ihrem zugewiesenen und gemieteten Platz führt. Das alles tut Brostmeyer völlig freiwillig und ehrenamtlich, es ist so etwas wie sein tagesfüllendes Hobby – und das seit zehn oder fünfzehn Jahren. „Wie lange ich das mache, das weiß ich wirklich nicht mehr zu sagen.“ Stammgäste am Rehbach finden, dass der Dieter das schon eine gefühlte Ewigkeit macht. Ein Segler aus Kassel auf dem Weg zu seinem Boot: „Immer wenn wir die Straße entlangkommen, halten wir zuerst nach dem typischen Hut von Dieter Ausschau.“ Ohne ihn würde am Rehbach ganz einfach etwas fehlen, sind sich viele Gäste sicher. Dieter Brostmeyer ist pensionierter Lehrer aus Spangenberg, der vor langer Zeit seine Liebe zum Edersee und zum Rehbach entdeckt hat.Ohne dass er noch sagen kann, wie es gekommen ist, irgendwann hat er einmal geholfen, ein Fahrzeugchaos am Rehbach aufzulösen – und nach und nach wurde das zu einer liebgewonnenen Gewohnheit. „Hier habe ich keine Langeweile, hier ist immer Betrieb und was los und ich lerne stets neue und meist freundliche, nette Menschen aus aller Herren Länder kennen.“ Inzwischen hat Dieter Brostmeyer längst ein Häuschen am Edersee gekauft. Von Werner Senzel

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