Sozial- und Finanzausschuss geben mit großen Mehrheiten Empfehlung ans Parlament

Friedenskirche soll die zwei neuen Wildunger Kita-Gruppen betreiben

Zwei neue Kita-Gruppen werden in Bad Wildungen benötigt: Als möglicher privater Träger, der den Auftrag zu Einrichtung und Betrieb von der Stadt bekommt, ist die Friedenskirche Favorit. Foto: Archiv

Bad Wildungen. Sozial- und Finanzausschuss haben in ihrer gemeinsamen Sitzung eine eindeutige Empfehlung dazu beschlossen, welcher Träger die zwei nötigen, neuen Kita-Gruppen für die Stadt eröffnen und betreiben soll:

Den vorläufigen Zuschlag erhielt die Friedenskirche und setzte sich damit gegen den Verein GISA durch. Das Deutsche Rote Kreuz als dritter möglicher Bewerber kam schon in der Abstimmung nicht mehr zum Zug. Zu teuer.

In beiden Ausschüssen stimmten von je 8 anwesenden Mitgliedern 6 für die Friedenskirche und 2 für die GISA. Die letztgültige Entscheidung liegt beim Stadtparlament, das sich am 5. Februar mit dem Thema befasst.

Eigentlich sitzen in jedem der beiden Ausschüsse 9 Stadtverordnete, doch in beiden Gremien fehlte entschuldigt jeweils der Vertreter von „Wir für Wildungen“/WfW. Die mögliche Position der WfW floss darum nicht ins Abstimmungsergebnis ein.

In der Debatte der übrigen Fraktionen machten sich die unterschiedlichen Ansichten weniger an der Parteizugehörigkeit fest. Einige Delegierte, wie Finanzausschuss-Vorsitzender Helmut Simshäuser (CDU) oder Walter Mombrei (SPD) , taten sich in finanzieller Hinsicht generell schwer und hätten die Entscheidung gerne ein weiteres Mal vertagt, um eine andere Lösung zu erarbeiten. Ihr zentraler Kritikpunkt: Die Anbieter berechneten zwar eine Pauschale pro Kind und Monat, die von der Stadt zu zahlen ist (abzüglich der Elternbeiträge), doch wenn am Ende des Jahres Geld fehlt, gleicht die Stadt das aus. „Warum vereinbaren wir mit dem Anbieter keinen Festpreis, den die Stadt pro Kind und Monat an ihn zahlt?“, unterstrich Simshäuser die Position der Kritiker . Die Vertreter der Stadtverwaltung und die Mehrzahl der Parlamentarier in den Ausschüssen folgte diesem Ansatz aber aus zwei Gründen nicht:

1. Um einen Festpreis verlangen zu können, müsse die Stadt sehr genaue Vorgaben machen, wie viele Kinder in welchem Alter in den nächsten Jahren diese beiden neuen Gruppen nutzen. „So exakt kann das aber niemand vorhersagen“, erläuterte Kindergartenkoordinatorin Jessica Wittaschek. Zudem gilt eine Festpreis-Regelung bislang für keinen einzigen Kindergarten in Bad Wildungen.

2. Die Diskussion um die neuen Kita-Gruppen läuft seit vielen Monaten. Der Bedarf ist aber schon jetzt vorhanden. Ein weiteres Verzögern würde die Familien treffen, die für ihr Kind keinen Platz bekommen und mit der Warteliste Vorlieb nehmen müssten.

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