Nach zwei Jahren Sanierung zelebriert Bischof Algermissen das Pontifikalamt

Fritzlarer Dom ist wieder geöffnet

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Der Fritzlarer Dom zeigt sich nach dem Ende der Sanierung wieder in voller Pracht.

Fritzlar - Auf diesen Freudentag hatten die Gläubigen mehr als zwei Jahre lang gewartet. Jetzt haben sie endlich ihren Dom wieder.

Stehplätze mit guter Aussicht waren Mangelware, als das große Geläut zum Pontifikalamt rief, welches von Bischof Heinz Josef Algermissen zelebriert wurde. Zahlreiche Fritzlarer feierten gemeinsam mit ihrem Oberhirten die offizielle Wiedereröffnung der Stiftskirche, die nach den umfangreichen Sanierungsarbeiten von einem feierlichen Glanz erfüllt war. Nach drei großen Operationen schlug das Herz des katholischen Lebens in der Stadt wieder vollkommen gleichmäßig.

„Die Basilika Minor strahlt im ganzen Innenraum und wir strahlen mit ihr um die Wette“, verkündete Stadtpfarrer Jörg-Stefan Schütz. „Ich bin fasziniert. Es ist wunderbar geworden. Dieser Raum wird Ihre Seelen und Ihre Herzen innerlich zum Lächeln bringen“, lobte Algermissen das beeindruckende Werk von Restauratoren, Architekten und Denkmalpflegern.

Am Ende des Hochamtes übergab Dekan Dr. Helmut Umbach an den Stadtpfarrer eine Christuskerze als Zeichen der Ökumene, denn schließlich hatte die evangelische Kirchengemeinde den katholischen Fritzlarern während der domlosen Durststrecke die Stadtkirche für Gottesdienste überlassen. Viel Beifall bekam der Bischof für seine Antwort, nachdem Umbach den Dom als schönste Kirche der Region gepriesen hatte: „Nicht eine der schönsten Kirchen Nordhessens, sondern Deutschlands“, betonte er. Musikalisch wurde das Pontifikalamt vom Katholischen Bläserchor und dem Domchor St. Peter gestaltet.

„Wenn der St.-Petri-Dom nunmehr seine Portale und Türen wieder geöffnet hat, freut dies - da bin ich mir sicher - nicht nur die katholischen Christen in dieser Stadt. Wir alle wissen um die Identität und sinnstiftende Bedeutung dieses Gotteshauses. Der St.-Petri-Dom ist das Wahrzeichen unserer Stadt. Er liegt uns allen am Herzen“, sagte Bürgermeister Hartmut Spogat beim Empfang im Rathaussaal. (sh)

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