Laut Polizei keine akute Lebensgefahr:

Fünf Menschen bei Unfall am Giflitzer Berg schwer verletzt, darunter zwei Kleinkinder

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Nächtlicher Unfall am Giflitzer Berg bei Altwildungen: Fünf Menschen wurden schwer verletzt, darunter zwei kleine Kinder. In Lebensgefahr schweben die Unglücksopfer laut Polizeiangaben nicht.

Altwildungen – Zwei Kleinkinder sowie zwei Frauen und ein Mann wurden schwer verletzt bei einem nächtlichen Unfall an der Altwildunger Einmündung auf die Bundesstraße 485.

Das vermeldet die Polizei. Ein 34-jähriger Wildunger wollte am Sonntag gegen 0.45 Uhr auf der Kuppe des Giflitzer Berges an der Tankstelle mit seinem Wagen nach links von der B 485 Richtung Altwildungen abbiegen. Auf dem Beifahrersitz saßen seine 29 Jahre alte Freundin und auf der Rückbank die zwei Kleinkinder im Alter von zwei und vier Jahren.

Nach erster Einschätzung der Polizei übersah der Mann beim Abbiegen das ihm entgegen kommende Auto eines 23 Jahre alten Mannes aus Vöhl, neben dem eine 19-Jährige auf dem Beifahrersitz saß. Die zwei Pkw prallten so heftig aufeinander, dass einer der beiden Wagen ein drittes Auto streifte, das im Einmündungsbereich der Giflitzer Straße (aus Richtung Altwildungen) gehalten hatte. Dessen Fahrer wollte auf die B 485 einbiegen. Der Edermünder und seine Ehefrau, beide 59 Jahre alt, blieben trotz der Folge-Kollision unverletzt.

Der 23-Jährige Vöhler trug leichte Verletzungen davon. Seine Beifahrerin wurde schwer verletzt. Sie und die ebenfalls schwer verletzten zwei Erwachsenen aus dem Wildunger Auto kamen in umliegende Krankenhäuser.

Das vier Jahre alte Kind wurde per Rettungshubschrauber in eine Marburger Klinik gebracht. Das Zweijährige brachte der Rettungswagen in ein Kasseler Krankenhaus.

Bei keinem der Unfallopfer besteht nach derzeitigem Kenntnisstand der Polizei akute Lebensgefahr.

Die B485 war bis gegen 5.30 Uhr voll gesperrt. Die Wildunger Feuerwehr leuchtete die Unglücksstelleaus. Die Staatsanwaltschaft hat einen Sachverständigen damit beauftragt, den genauen Ablauf des Geschehens zu rekonstruieren. Die beiden Autos, die auf der Bundesstraße zusammenstießen, sind zerstört. Die Polizei schätzt die Höhe des Sachschadens auf 15 000 Euro. 1000 Euro am Wagen des Edermünder Ehepaares kommen hinzu.

Lesen Sie auch: Unfälle beim Ab- oder Einbiegen an dieser Stelle ereigneten sich im Laufe der Jahre wiederholt, sowohl bei Dunkelheit als auch bei guten oder schlechten Sichtverhältnissen am Tag. Als Konsequenz daraus war vor einigen Jahren bereits eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 70 Stundenkilometern an dieser Stelle eingeführt worden.

  red/su

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