Bad Wildungen

Fußgänger wollen mehr Schutz

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- Bad Wildungen (su). Die künftige Entwicklung eines Wohnviertels gemeinsam mit dessen Bewohnern planen unter besonderer Berücksichtigung des zu erwartenden steigenden Altersdurchschnitts: Dieses Ziel verfolgt die Wildunger Verwaltung mit dem „Runden Tisch Schützenplatz“.

Vertreter mehrerer Ämter und interessierte Anwohner trafen sich am Donnerstagmorgen ein weiteres Mal und unternahmen einen Rundgang zu neuralgischen Punkten: zum Gymnasium mit Blick auf die Parksituation in der Stresemannstraße und den Nebenstraßen; zu den Bushaltestellen Schützenplatz hinsichtlich der Sicherheit für die Fußgänger dort und zum Schützenplatz selbst, wo das Ausgestalten der beliebten Spazierwege im Fokus stand.

Parkende Autos rund ums Gymnasium stellen an einzelnen Punkten zwar ein Problem dar, doch hat die Stadt an mehreren Ecken in den vergangenen Jahren Zick-Zack-Linien auf den Asphalt gebracht, die weitgehend auch beachtet werden. So fährt beispielsweise das Müllfahrzeug inzwischen zumeist ungehindert durch das „Alte Feld“, wo früher die in der Kurve abgestellten Autos von Schülern das Passieren unmöglich machten.

Heute wird es allein zu den Stoßzeiten eng, wenn die Eltern ihre Kinder per Auto an der Turnhalle abholen. Ähnliches gilt für die Urenbachstraße. Entspannt sehen dagegen alle Teilnehmer des Rundgangs das Parken an der Stresemannstraße. Zu Unfällen oder kritischen Situationen zwischen Fußgängern und Autofahrern ist es nach Beobachtung aller bislang nicht gekommen – nicht trotz, sondern wegen der geparkten Autos. Sie wirken als verkehrsberuhigendes Element.

Es wird langsam und aufmerksam gefahren, allein schon, weil viele Fahrzeuglenker nicht riskieren wollen, mit den Außenspiegeln der entgegenkommenden Autos unerwünschten Kontakt aufzunehmen. Für Feuerwehrfahrzeuge bleibt im Notfall genug Raum, bestätigte Stadtbrandinspektor Ralf Blümer, der am Rundgang teilnahm. Ein heikleres Bild bietet sich an den Bushaltestellen „Schützenplatz“. Speziell ältere Menschen mit Rollatoren und kleinere Kinder fühlen sich unsicher, wenn sie die Straße überqueren müssen, weil die 90-Grad-Kurve oberhalb die freie Sicht auf eventuell herannahende Autos aus dieser Richtung verbietet.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Samstag, 12. November.

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