Großer Andrang beim Wildunger Beitrag zu „Fünf auf einen Streich“ am Sonntag

Der ganze Kurpark wird zum Märchenland

Die Kasseler Gruppe „Theater auf Tour“ erweckte in ihren Kostümen Grimm´sche Märchenfiguren zum Leben. Fotos: Schuldt

Bad Wildungen - Kinderlachen, Blumenwiesen, ein plätschernder Bach und dazu geheimnisvolle Gestalten: Der Kurpark wurde am Sonntag zum Märchentraumland, in dem sich Prominente aus dem Reich der Brüder Grimm tummelten.

Das Festival die Besucher in Scharen an, speziell Familien mit kleinen Kindern. Diese kamen voll auf ihre Kosten, ließen sich zu Prinzessinnen schminken oder schlüpften in Piratenkostüme, um Haien und anderen Gefahren zu trotzen. Eulen, Wüstenbussarde und Falken faszinierten die Zuschauer. Spannende, lustige Geschichten und Rätsel zogen sie in den Bann.

Fremdartige Musik von javanischen Gongs, Xylophon und Flöte begleitete in der Konzertmuschel an der Wandelhalle das Märchen vom zarten, schlauen Rehbock, der viel stärkere Tiere überlistet. Sabine Wackernagel las diese spannende Sage, die ebenfalls auf Java ihren Ursprung hat. Schattenspielfiguren von Elefanten, Tigern und anderen Gestalten illustrierten Musik und Text. Das Kasseler Ensemble Manyar Sewu gestaltete dieses Erlebnis auf seinen Originalinstrumenten.

Es war für jeden etwas dabei an diesem sonnigen Tag in Europas größtem Kurpark zwischen Reinhardshausen und der Königsquelle.

Echte Schwerstarbeit verrichteten die Aktiven der Kasseler Gruppe „Theater auf Tour“, die in fantasievollen Kostümen Grimm´sche Märchenfiguren zum Leben erweckten und heißbegehrt waren bei Jung und Alt als Fotomotive. Goldmarie und Pechmarie, das tapfere Schneiderlein, der Teufel mit den drei goldenen Haaren oder als Zugabe aus Erlensee Karl Löschengruber als der Mann mit der goldenen Gans wandelten durch den Kurpark.

Das Theater „GegensStand“ erhielt später in der Wandelhalle viel Applaus für seine reizende Version des Froschkönigs, manchmal auch das Märchen vom „Eisernen Heinrich“ genannt, dem Diener des verwunschenen und durch einen Kuss der Prinzessin von seinem Fluch befreiten Prinzen.

„Luginsland“ mit seinem zaubernden Märchenerzähler, historischen Spielen und einem großen Verkleidungspavillon zog beständig neugierige Besucher an: Wann bietet sich auch schon einmal die Gelegenheit, quasi selbst in einem Märchen mitzuspielen?

Passende Gaumenfreuden und einige Marktstände zum Märchenthema rundeten das Erlebnis ab.

Christoph Jarkow vom Stadtmarketing hätte auf dem kleinen Markt gerne mehr Beschicker präsentiert, erhielt aber kurz vor Beginn der Veranstaltung einige Absagen.

Im nächsten Jahr soll dieses Element des Wildunger Märchenfestival-Beitrags zu „Fünf auf einen Streich“ nach Möglichkeit gestärkt werden. Von Matthias Schuldt

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