Waldeck

Gebrochenes Lenkrad: Autohersteller weist Kunden die Verantwortung zu

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- Waldeck-Freienhagen.Auf Erwin Bergers Geschichte vom Lenkrad, das ihm während der Fahrt brach, hat der Hersteller des Wagens nun reagiert.

Zur Erinnerung: In der Samstagausgabe von WLZ-FZ hatte Berger vom Schreckens-Erlebnis mit seinem sechs Jahre alten Mittelklasseauto (99 000 Kilometer gefahren) berichtet und davon, dass der Hersteller die Kostenübernahme aus Kulanz für den Schaden verweigert hat. WLZ-FZ hatten das Unternehmen in einer Mail mit mehreren Fragen zu den Angaben des 68-jährigen Freienhageners konfrontiert. Die Antworten darauf sind inzwischen eingetroffen und werden im Folgenden inklusive Fragen dokumentiert: „Trifft es zu, dass der Hersteller das Begleichen des Schadens als Kulanzleistung abgelehnt hat? Antwort: Ja. Sind dem Hersteller vergleichbare Schadensfälle an Gussteilen seiner Fahrzeuge bekannt? Antwort: Nein. Gibt es Erkenntnisse über die Ursachen des Schadens? Antwort: Schadensbild ist dokumentiert – die Bruchstellen zeigen eindeutig, dass das Lenkrad auf Biegung beansprucht wurde. Bislang hat das Unternehmen nach dem Bericht von Herrn Berger kein Interesse gezeigt, das kaputte Lenkrad zu erhalten, um die mögliche Ursache des Schadens zu finden. Trifft das zu und falls ja, weshalb besteht bislang kein Interesse? Antwort: Fotos liegen vor, Lenkrad wird als Ein- und Ausstiegshilfe genutzt, wofür es nicht konzipiert ist. Schaden wurde verschleppt, wodurch Kunde sich und andere Verkehrsteilnehmer gefährdet hat. Stimmen die Angaben über die dreiwöchige Lieferzeit für ein neues Lenkrad? Antwort: Nein, Ersatzteil ist nächste Woche verfügbar (Anmerkung der Redaktion: Gemeint ist die Woche ab dem 2. November).“In einem Zusatz betont der Leiter des Kundendienstes, dass eine gründliche Bewertung des Schadensbildes vorgenommen worden sei und der Hersteller „als absolut kundenorientiertes Unternehmen solche Entscheidungen nicht leichtfertig trifft.“(su)

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