Agentur für Arbeit und Jobcenter in der Kritik

Wie gegen die Wand gedrückt: Wildunger lastet Hartz IV-Behörden die Zerstörung seines Lebens an

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Wie gegen die Wand gedrückt fühlt sich ein 55-jähriger Wildunger von Arbeitsagentur und Jobcenter.

Bad Wildungen. Eine kleine formlose Notiz und ihre drastischen Folgen: Ein Wildunger (55) sieht durch einen Behördenfehler sein Zuhause, seine Familie und sein Leben zerstört.

Ein heute 55-jähriger Wildunger wird mit seiner Familie zu einem "Fall" für Hartz IV. Weil ein Sachbearbeiter des Jobcenters von Arbeitsagentur und Landkreis einen Antrag vor Jahren lediglich als formlose Notiz der Akte beilegte, statt ihn als offiziellen Vermerk in die Akte aufzunehmen, verliert der Wildunger in letzter Konsequenz sein selbst erbautes Zuhause, an dem  sein Herz hängt. Am Kampf gegen die Windmühlen der Bürokratie sei schließlich auch seine Familie zerbrochen, sagt er.

„Ich wollte nie was mit Hartz IV zu tun haben“, erinnert sich der Wildunger. Doch Ende Mai 2009 muss er den bitteren Gang antreten zur damals noch existierenden Außenstelle der Agentur am Breiten Hagen, um sich „mittellos“ zu melden. Schwierige Jahre lagen da schon hinter ihm. Wolfram R. strandete nach Arbeitsplatzverlust mit dem Versuch, sich selbstständig zu machen und befand sich seit 2007 unter gesetzlicher Betreuung. Dann schien es wieder aufwärts zu gehen für den gut ausgebildeten Facharbeiter.

Von Matthias Schuldt

Seine ganze Geschichte schildert der Wildunger in der WLZ-Ausgabe vom 6. Januar.

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