Liederfest des MGV Bergheim in der Markthalle bestens besucht

Gelungene Premiere nach Akustik-Umbau

Edertal-Bergheim - Einen gelungenen, von der Sonne verwöhnten „Tag des Liedes“ verlebte der MGV Bergheim am Sonntag mit zahlreichen Gastchören in der Bergheimer Markthalle.

Bürgermeister Klaus Gier begrüßte die mehreren Hundert Gäste und überbrachte die Grüße der Gemeinde Edertal. „Wir wünschen uns, dass die Markthalle auch zu einer Kulturhalle wird“, sagte er und fügte hinzu: „Die Investitionen in die Akustik haben sich gelohnt. Das zeigt der heutige Tag.“ Zugleich machte er deutlich, dass die Gemeinde kein weiteres Geld in die Hand nehmen werde für die Ausgestaltung des Holzbaus. Die Sängerinnen und Sänger jedenfalls zeigten sich sehr zufrieden mit den neuen akustischen Verhältnissen im Inneren. Die Decken wurden mit Styroporplatten versehen. Das Ergebnis: Auch wenn man hinten an der gegenüberliegenden Stirnwand Stellung bezog, waren jedes Wort und jede Note der Musizierenden und Singenden vorne zu verstehen. Gregor Große Wiesmann, Vorsitzender des Edertaler Sängerbezirks, zeigte sich im Gespräch am Rande der Veranstaltung sehr angetan von den positiven Veränderungen: eine gelungene Premiere unter den neuen Voraussetzungen. Einziger Nachteil der Halle: Für noch größere Chor-Ereignisse fehlt es an Ort und Stelle an den notwendigen Stühlen. Sie müssen von außen herantransportiert werden. Das sind allerdings kleine Probleme im Vergleich zur Nachwuchsfrage. Klaus Gier zeigte sich am Beispiel des mitgliederstabilen MGV Bergheim optimistisch, „dass wieder mehr Kinder und Jugendliche mit dem Singen anfangen“. Eine entsprechende Entwicklung sei zu beobachten. Noch steckt dieser Trend aber offenbar in den Kinderschuhen. Gregor Große Wiesmann berichtete von einzelnen Fällen, in denen jüngere Sängerinnen und Sänger im Bezirk den Weg in die Chöre finden. Was Mut macht, ist die Tatsache, dass sie bei der Stange bleiben und ihr Engagement nicht nach kurzer Zeit wieder fallen lassen. Kopfzerbrechen bereite vielen Chören obendrein die Frage der Chorleitung. Die Zahl der verfügbaren Dirigenten sinkt, während die Kosten nicht selten steigen.Dass sich alle Anstrengungen zum Erhalt der Chormusik lohnen, bewies derweil das Programm gestern. Die Gitarrengruppe des Bergheimer Landfrauenvereins, der Altwildunger Singkreis, der Gesangverein Hemfurth-Edersee, der MGV Hundsdorf, der MGV Liedertafel 1871 Altwildungen, der MGV Kleinern, der MGV Wellen, der gemischte Chor Giflitz und der MGV und Frauenchor Netze boten gemeinsam mit den Gastgebern ein abwechslungsreiches Programm, während es sich die Gäste bei selbst gebackenen Kuchen aus dem Dorf und der Bewirtung durch die Ziegenzüchter auch in kulinarischer Hinsicht gut gehen ließen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare