Odershäuser Schützen investieren in elektronische Schießanlage

Genauer, schneller und ohne Fehler

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Eröffnungsschießen am elektronischen Schießstand. Zuschauer sind der Vorsitzende des Schützenvereins Odershausen, Reiner Lock, links, und Stellvertreter Peter Kleinert.

Bad Wildungen-Odershausen - Genauer, schneller, keine Auswertfehler mehr: Mit zwei Tagen der offenen Tür weihte der Schützenverein 1910 Odershausen seine nagelneue elektronische Schießanlage ein.

Wie Vereinschef Reiner Lock mitteilte, sind nunmehr zehn mit Elektronik ausgestattete Schießbahnen vorhanden, die dem modernsten Stand der Technik entsprechen. Beim „manuellen“ Verfahren schossen die Schützen auf papierne Zielscheiben, die zunächst „herangeholt“ und dann ausgewertet werden mussten.

Weiterhin sanierte der 200 Mitglieder starke Verein das Dach seines Schützenhauses hoch oben auf der Odershäuser Koppe und wird laut Lock in den nächsten beiden Jahren weitere Renovierungen vornehmen. Die Heimstätte der Schützen entstand in zwei Bauabschnitten in den Jahren 1964 und 1984.

Die Gesamtinvestition beläuft sich auf 155 000 Euro. Rund 60 Prozent dieser Summe sind Zuschüss des Landes Hessen, des Landessportbunds, des Kreises Waldeck-Frankenberg und der Stadt Bad Wildungen. Der nicht unerhebliche Rest wird aus Eigenmitteln des Vereins aufgebracht. Versteht sich von selbst, dass der Schützenverein nach den Worten des Vorsitzenden „viele Eigenleistungn“ zu den Baumaßnahmen hinzusteuert.

Zur offiziellen Einweihung mit Grußworten und Eröffnungsschießen fanden sich am Samstagabend zahlreiche Ehrengäste aus Sport und Politik ein. Zum „gelungenen Umbau“ gratulierten Sportkreisvorsitzender Uwe Steuber aus Lichtenfels, Bürgermeister Volker Zimmermann, CDU-Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg, Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Nawrotzki, Stadtverordneter Dr. Hans Schultheis für die Parlamentsfraktionen, Gauschützenmeister Olaf Egert (Korbach) und stellvertretender Kreisschützenmeister Hermann Möller (Löhlbach) für den Schützenkreis 23. Für die Odershäuser Vereine und den Ortsbeirat übermittelte Mike Bredemeier Glückwünsche. Tenor der Ansprachen: eine Investition in die Zukunft sowie ein weiterer Anreiz für eine rege Jugendarbeit.

Aus der Vereinschronik: Sieben Odershäuser Bürger riefen den Verein in 1910 ins Leben. Zunächst bestand in der Gasse im Bereich des heutigen Rottlandwegs ein Schießplatz, 1919 bauten die Schützen im Wald am Köppel einen Kleinkaliber-Schießstand. 1937 erfolgte die Verlegung an den aktuellen Standort auf der Koppe. Geschossen werden in Odershausen die Disziplinen Luftgewehr/Luftpistole und Kleinkaliber.

Besucher, egal ob jung oder alt, sind im Schützenhaus stets herzlich willkommen. Es besteht die Möglichkeit, unter fachkundiger Anleitung in den verschiedenen Disziplinen probeweise zu schießen. Trainiert wird im Schützenhaus mittwochs ab 19.30 Uhr sowie am Sonntag von 10 bis 12 Uhr. Kinder- und Jugendtraining ist mittwochs von 18 bis 19.30 Uhr.

Mit scharfer Munition dürfen Kinder erst ab zwölf Jahren schießen, deshalb stehen für den Schützennachwuchs Lasergewehre bereit. Insbesondere am Sonntag hatte der Verein für die Jugend ein unterhaltsames Programm vorbereitet mit Lasergewehrschießen sowie Spiel und Spaß bei einem Kinder- und Jugendbiathlon.

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