Investition von 10 bis 15 Millionen Euro

Geschäftsmann will hochwertige Seniorenresidenz am Wildunger Maritim bauen

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„Einen alten Baum verpflanzt man nicht.“ Die Realität widerlegt längste das alte Sprichwort. Viele Menschen ziehen im Ruhestand um in eine neues Umfeld und Bad Wildungen erfreut sich bei ihnen großer Beliebtheit mit seiner Kombination aus Kur- und Kulturstadt. Ein Geschäftsmann aus Olpe möchte darum eine hochwertige Seniorenresidenz auf die Bornebachwiese bauen.

Bad Wildungen. Eine hochwertige Seniorenresidenz für die Bornebachwiese zwischen Klinik am Homberg und Landesgartenschaugelände am Maritim: Diese Idee bespricht Geschäftsmann Michael Korn aus Olpe aktuell mit der Stadt Bad Wildungen.

Das erläuterte Bürgermeister Ralf Gutheil auf Anfrage von Klaus Stützle (Grüne) in der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses.

Der Abgeordnete hatte sich unter dem Punkt „Verschiedenes“ nach dem Sachstand zur Bornebachwiese erkundigt und machte so erstmals eine breitere Wildunger Öffentlichkeit mit dem Thema bekannt.

Beim ersten Kontakt sei es noch nicht um die Bornebachwiese gegangen, berichtete der Bürgermeister. Vielmehr präsentierte die Stadt dem Interessenten zwei Areale in der Kernstadt und ein weiteres in Reinhardshausen. Aus den drei Möglichkeiten kristallisierte sich die Bornebachwiese als bevorzugter Standort heraus. Korn betreibe bereits erfolgreich drei vergleichbare Anlagen, etwa das „WohnGut Osterseifen“ (www.wohngut.de), ergänzte Gutheil. Service-Wohnen, Pflege-Wohnen oder Gemeinschafts-Wohnen zählen zum Konzept.

Boarding-House, Therme

Die Bornebachwiese liegt zum dritten Mal im Fokus für ein Bauprojekt. Den ersten Vorstoß unternahm vor mehr als 20 Jahren der damalige Doppel-Kurdirektor Hans-Peter Wohlgehagen. Er wollte an dieser stelle ein „Boarding-House“ etablieren: ein gehobenes Übernachtungsangebot in appartement-ähnlicher Form als Ergänzung und Belebung des Maritim-Hotels.

Bäder-Experte Kannewischer riet der Stadt vor einigen Jahren, an eben dieser Stelle eine Therme zu bauen. Er wollte sie ebenfalls konzeptionell mit dem Maritim verbinden, um die Hotelgäste als Gäste für das Bad zu gewinnen.

Im Ausschuss zeigten sich alle überrascht, dass der neue Bürgermeister bereits zu diesem frühen Verhandlungszeitpunkt Ross und Reiter nannte. Dieses Vorgehen steht im Kontrast zu dem seines Vorgängers, bei dem die Namen von Investoren über lange Zeit öffentlich nicht bekannt wurden.

Michael Korn will nach Angaben des Bürgermeister zwischen 10 und 15 Millionen Euro investieren. Dabei arbeite er mit einer Volksbank zusammen. Mit Blick auf das Planungsrecht am gewünschten Standort goss Stadtplaner Robert Hilligus allerdings Wasser in den Wein: „Das wird nicht einfach“ .

Die Ausschussmitglieder nahmen die Information hocherfreut und mit besonderem Interesse zur Kenntnis. „Das hört sich gut an.“ So oder so ähnlich klangen ihre Kommentare. (rü)

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