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Bad Wildungen: Neustart in „Thalentbude“ - Bühne frei für Comedy, Artistik und Musik

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Moderator der „Thalentbude“: Pierre Schäfer startet nach langer Zwangspause einen Neustart der Kleinkunstbühne und plant zwei neue Folgen der erfolgreichen Reihe im Theater am Bunker.
Moderator der „Thalentbude“: Pierre Schäfer startet nach langer Zwangspause einen Neustart der Kleinkunstbühne und plant zwei neue Folgen der erfolgreichen Reihe im Theater am Bunker. © Thalentbude/pr

Nach langer Coronapause in der Bad Wildunger „Thalentbude“ geht es weiter mit Artistik, Musik und Kleinkunst bei zwei neuen Folgen im Theater am Bunker.

Bad Wildungen – Die „Thalentbude“ mit ihrer erfrischenden Mixtur aus Comedy und Kleinkunst eroberte sich schnell eine große Fangemeinde. Über 20 Folgen bescherten Initiator Pierre Schäfer im Theater am Bunker ein volles Haus. Künstler aus ganz Deutschland bereiteten dem Publikum vergnügliche Abende. Nach langer Coronapause öffnet die Kleinkunstbühne wieder zu Vorstellungen am 5. November und 3. Dezember 2022.

Zehn Künstler sind engagiert

Insgesamt zehn Künstler sind für die ersten beiden Vorstellungen bereits engagiert, Überraschungen hat Schäfer aber noch in petto. Nach wie vor brennt er leidenschaftlich für sein großes Projekt, das in 2018 erstmals über die Bühne ging.

Beruflich hat sich der Bad Wildunger inzwischen neu aufgestellt. Schäfer war zuvor selbstständig, trat als Comedian auf, unter anderem auch im Berliner Quatsch Club.

Pierre Schäfer zur Corona-Pandemie: „Gigantische Krise für die Kultur“

Dann kam die Pandemie. „Mit dem ersten Lockdown war ich arbeitslos“, sagt der 31-Jährige rückblickend. Die Künstlernothilfe habe in seiner Situation nicht helfen können. Die Pandemie war gerade für Künstler „eine unglaublich schwierige Zeit“, sagt der Comedian heute. „Ich selbst habe sehr daran geknabbert, und ich kenne einige tolle Künstler, die sich danach nicht mehr zurückgekehrt auf die Bühne.“ Schäfer spricht von einer „gigantischen Krise für die Kultur“.

Der Wildunger hat nach reiflicher Überlegung sein früheres Lehramtsstudium fortgesetzt und ist heute Klassenlehrer an einer Grundschule in Zimmersrode. „Das macht mir unglaublich viel Spaß.“ Die Neuauflage der „Thalentbude“ kreiste stets im Kopf. „Wir glauben, dass es jetzt der richtige Zeitpunkt ist, damit weiter zu machen.“ Von zahlreichen Besuchern sei er inzwischen darauf angesprochen worden, wann es wieder los gehe. „Die Leute warten darauf, denn die Thalentbude hat Kultstatus in der Region.“ Gleichzeitig sei es eine Begegnungsstätte, und viele der Stammgäste seien untereinander vernetzt.

Programm für alle Altersgruppen

Bei den zwei zunächst geplanten Folgen soll sich zeigen, ob der Saal mit über 100 Sitzplätzen wieder wie vor der Coronazeit gefüllt werden kann. „Ich glaube, dass sich die Leute erst wieder gewöhnen müssen, zu Veranstaltungen raus zu gehen.“

Mehrere Künstler gestalten jeweils ein abendfüllendes Programm, das alle Altersgruppen von 16 bis über 85 Jahren anspricht. Es reicht von klassischer Comedy über Clownereien, Jonglage und Musik bis zu Poetry Slam. „Es soll begeistern,“ wünscht sich der Wildunger und lädt ein zu einer kleinen Auszeit aus dem Alltag. Der Moderator baut wieder auf die Unterstützung eines „tollen Teams“ von der Theatergruppe Thespiskarren und auf die Hilfe seines Manns Stephan Conrads.

Kartenvorverkauf beginnt

Für den 5. November hat Schäfer die Band FogelF und die Sängerin Julia Jünger engagiert sowie die Comedians Torsten Schlosser und René Kaspar. Am 3. Dezember haben die Musikerin Morea Remy sowie die Comedians Serkan Ates-Stein, Timur Turga und Sertac Mutlu zugesagt. Weitere Verhandlungen laufen. Karten gibt es im Vorverkauf bei der Buchhandlung Buchland für 15 Euro sowie Restkarten – soweit vorhanden – an der Abendkasse.

Ausführlichere Informationen stehen auf der Facebook-Seite der Thalentbude. (Cornelia Höhne)

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