Vierter Bringhäuser Apfeltag am neu aufgestellten Seminarzentrum Fünfseenblick

Gloria Mundi und Kürbis-Fenchel-Äpfel

Edertal-Bringhausen - Korbacher Edelrenette, Gloria Mundi (Ruhm der Welt) oder Schieblers Taubenapfel: Eine Vielzahl von Apfelsorten stand wiederum im Mittelpunkt beim vierten Bringhäuser Apfeltag.

Veranstalter war in gewohnter Weise der Naturschutzbund Edertal, Veranstaltungsort das bei Trägerschaft und Leitung neu aufgestellte „Seminarzentrum Fünfseenblick“ (vorher Biohotel) mit seiner großen Streuobstwiese. Apfelexperte Robert Jäger (Twiste) stand bereit zur Bestimmung von Apfelsorten, die die Besucher mitgebracht hatten. In Deutschland gibt es nach Auskunft des „Pomologen“ bis zu 3000 Apfelsorten, in unserer Gegend sind es etwa 500.

Jäger nutzte die Gelegenheit und machte Werbung für Sorten, die für die hiesigen Bedingungen am geeignetsten sind. Zum Beispiel der Finkenwerder Prinzenapfel: „Er sieht gut aus, ist robust und schmeckt hervorragend. Und ist vielseitig verwendbar als Ess-, Saft- oder Backapfel.“ An Ort und Stelle stand eine Saftpresse bereit, die an diesem Tag 700 Liter frischen Apfelsaft (und Birnensaft) produzierte. Weitere Programmpunkte des Apfeltags waren ein kleiner Kunsthandwerkermarkt, eine Imkerei-Ausstellung sowie bei vorgezogenem „goldenen Oktober“ eine von Matthias Schlote geführte Wanderung durch den Nationalpark.

Für das leibliche Wohl bot die Küche des Seminarzentrums Gerichte zum Veranstaltungsthema an: Lauchpfanne mit Apfel, Kürbis-Fenchel-Ragout mit Apfel, Apfel-Kartoffel-Gratin und Apfel-Tiramisu. Auf der Menü-Karte standen auch die Rezepte dieser Apfelkreationen.

„Seminarzentrum“, dieser Name ist neu für die langjährige Hoteleinrichtung in Bringhausen mit dem Schwerpunkt vegetarische Ernährung. Zuletzt firmierte das Haus als Bio-Hotel. Hintergrund: Im April 2013 wechselte die Trägerschaft zum größten Kunden, dem Verband Unabhängige Gesundheitsberatung Gießen. Die letzte Bilanz des 74-Betten-Hauses mit 14 Angestellten waren knapp 10 000 Übernachtungen. Der neue Seminarleiter Harald Förster ist angetreten zur Neupositionierung und stärkeren Auslastung des Hauses.

Schwerpunkt sind aktuell Fort- und Weiterbildungen, weiterhin ist das Haus nach wie vor offen für Touristen. Geblieben ist die Ausrichtung auf vegetarische Bio-Vollwertkost. Der 53-jährige Hotelchef Harald Förster (zusammen mit Dozentin Renate Kräft) ist gebürtig aus Limburg und gelernter Soziologe. (jm)

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