Diskussion über künftige Annahme von Grünschnitt

Größere Rolle für Wildunger Bauhof durch Annahme von Grünschnitt

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Soll erneuert und erweitert werden: der Wildunger Bauhof, auf den in Zukunft ein größerer Publikumsverkehr zukommen dürfte.

Der Wildunger Bauhof wird saniert und ausgebaut. Ein Grund: die umfangreichen Änderungen an der Kreis-Müllumladestation am Giflitzer Berg.

  • Die alten Gebäude des Wildunger Bauhofes müssen erneuert werden
  • Außerdem soll eine Annahmestelle für Grünschnitt dort entstehen, weil die Abgabe für Bürgerinnen an der Müllumladestation bald nicht mehr möglich ist
  • Die Wildunger CDU schlug vor, lieber gleich die Umladestation in städtische Hand zu übernehmen, doch der Kreis braucht sie laut Bürgermeister Gutheil 

Bad Wildungen – Die Müllumladestation des Landkreises Waldeck-Frankenberg am Giflitzer Berg ist Wildungern und Edertalern eine beliebte Anlaufstation: für größere Mengen Grünschnitt, das Abliefern von Sperrmüll oder Restmüll außer der Reihe. Doch damit ist es aus Kapazitätsgründen bald vorbei.

Gespräche mit Edertal über Kooperation bei Grünschnitt

Der Wildunger Magistrat will deshalb den Bauhof erweitern, um dort eine neue Annahme für Grünschnitt zu schaffen, eventuell in Kooperation mit der Gemeinde Edertal. Die Gespräche laufen.

Doch Marc Vaupel, CDU-Fraktionschef, unterbreitete im Zuge der Haushaltsberatungen einen anderen Vorschlag, weil die Union ihn für möglicherweise kostengünstiger aus Sicht der Stadt hält: „Wir sollten die Umladestation vom Kreis übernehmen.“

Bürgermeister Ralf Gutheil beschrieb in seiner Reaktion im Haushaltsausschuss aber die Aussichtslosigkeit der Idee: „Der Kreis braucht die Umladestation.“ Das habe sich in Gesprächen mit der Kreisverwaltung herausgestellt.

Denn für den Abtransport des Grünschnitts ab der Stadtgrenze sei nun einmal der Landkreis zuständig.

Erweiterung der Müllumladestation unmöglich

Und der Kreis benötige die Umladestation, weil der Restmüll künftig nach Heringen und nicht mehr nach Kassel transportiert werde. Dafür brauche es sogar größere Kapazitäten zum Umladen. „Zugleich ist eine Erweiterung der Station unmöglich, weil es am notwendigen Kanal fehlt“, ergänzte der Bürgermeister.

Der künftig höhere Aufwand beim Umladen wird voraussichtlich dazu führen, dass die Anlieferung von Kleinmengen durch Bürgerinnen aus Wildungen und Edertal nicht mehr zu leisten ist.

Das beziehe sich über kurz oder lang mit großer Wahrscheinlichkeit auch auf Sperr- und Restmüll, hieß es im Ausschuss. An einem Ausbau und einer Sanierung des Wildunger Bauhofes mit seinen alten Gebäuden und begrenzten Kapazitäten führt deshalb kein Weg vorbei, lautete die Einsicht im Gremium.

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