Eon-Wasserkraft plant Vergrößerung des Pumpspeicherbeckens auf dem Peterskopf für 5 Millionen Euro

Größeres Becken für mehr Strom

Durch die Leitungen des Pumpspeicherkraftwerks am Edersee soll künftig mehr Wasser fließen, um mehr Strom zu erzeugen.

Edertal-Hemfurth - Das Speicherbecken auf dem Peterskopf soll vergrößert werden: Eon-Wasserkraft hat mit den entsprechenden Planungen begonnen. In den nächsten Wochen stehen Abstimmungen mit den zuständigen Behörden an.

Ein größerer Wasserspeicher für mehr Strom: Das ist das Ziel von Eon. „Wir prüfen eine Erweiterung des Speicherbeckens, um die Wassermenge zur Stromerzeugung zu erhöhen“, sagte Eon-Pressesprecher Markus Nitschke gestern im Gespräch mit WLZ-FZ.

Allerdings seien die Planungen noch im Anfangsstadium: Nun gehe es darum, in Kontakt mit der Gemeinde und dem Regierungspräsidium zu treten, um die notwendigen Genehmigungen zu erhalten. Erst dann könnten die konkreten Planungen beginnen.

Zweite Kaverne auf Eis

Ursprünglich hatte Eon geplant, eine zweite Kaverne auf dem Peterskopf zu bauen. Im vergangenen Oktober hatte das Unternehmen dieses Vorhaben jedoch auf Eis gelegt, obwohl es bereits hohe Beträge in die Planungen und die vorbereitenden Untersuchungen sowie Testbohrungen investiert hatte (WLZ-FZ berichteten ausführlich). Grund für die Unterbrechung sind ungeklärte Marktmechanismen. Dabei geht es im Besonderen um die Entlohnung für die Funktion als „Batterie“, also Pufferspeicher, die Pumpspeicherkraftwerke wie das am Edersee wahrnehmen.

Die Vergrößerung der Speicherkapazität des Wasserbeckens war im Zuge der Pläne für eine zweite Kaverne ohnehin vorgesehen. Sie ist vorerst alles, was von den einst so großen Plänen für den Peterskopf umgesetzt wird.

Speicherbecken wird erhöht

Nach derzeitigem Planungsstand von Eon-Wasserkraft soll das Becken künftig 450?000 Kubikmeter Wasser mehr aufnehmen können. Um dies zu ermöglichen, müsse der Wasserspiegel um 1,50 Meter ansteigen. Dafür werde das Speicherbecken erhöht, die Grundfläche bleibe unverändert, erläuterte Markus Nitschke.

Die Tatsache, dass sich das Becken im Nationalpark Kellerwald-Edersee befindet, soll dabei berücksichtigt werden. Welche besonderen Restriktionen dadurch zu erwarten seien, wisse er noch nicht. Allerdings zeigte er sich zuversichtlich: „Es handelt sich ja nur um einen zeitweiligen Eingriff.“

Über die erwartete zusätzliche Strommenge machte Nitschke keine Angaben: „Das ist schwer zu sagen.“ Nach aktuellen Schätzungen rechnet die Eon Mitte mit Investitionen in Höhe von 5 Millionen Euro. Die Entscheidung über die Investition soll Anfang des nächsten Jahres fallen, sagte der Sprecher von Eon-Wasserkraft.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare