Bad Wildungen

Der große Durst im Frühlingsbeet

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- Bad Wildungen (lm). 47 000 Frühjahrsblumen hat die Stadtgärtnerei eingepflanzt. Eine Arbeit, die in diesen warmen, trockenen Apriltagen viel Arbeit nach sich zieht, denn die Blumen wollen gegossen sein. Ein Aufwand, der sich aus Sicht der Wildunger, ihrer Gäste und der Gärtner selbst aber lohnt.

Kurpark und Allee präsentieren sich als Augenschmaus. Die acht Mitarbeiter haben drei Wochen lang Beete bepflanzt und Brunnen geschmückt. „Mach sie schön nass“, wirft Gärtner Hartmut Gross scherzhaft seinem Kollegen zu, der gerade die unzähligen Braunveilchen, Tulpen, Narzissen und Blumenzwiebeln bewässert. Dreimal in der Woche werden die Beete gegossen, und ständig kontrollieren die Gärtner ihre Pflanzen, um im Fall des Falles verblühte oder beschädigte zu ersetzen.

Dabei kämpfen die Gärtner manchmal nicht nur gegen die Tücken der Natur an, sondern auch gegen die unangenehmen Eigenheiten mancher Mitmenschen. Immer wieder zertreten unvorsichtige Wanderer die Blumen, berichtet Gross, und nicht nur das: Mancher „Spaziergänger“ macht lange Finger und bestückt seinen Garten oder Balkon aus dem Bestand der Stadt.

Dennoch haben die Gärtner und ihre Kollegen aus früherer Zeit ein ganzes Netz aus Gärten über die Kurstadt gespannt. Besonders der Kurpark kann mit sehr ansehnlichen Kreationen aufwarten. Vom simplen quadratischen Beet bis zur komplizierten Schmetterlingsform gibt es sehenswerte Gestaltungen. Zusätzlich lockt der Kurpark mit Seltenheiten, wie dem bis zu 80 Meter hohen Mammutbaum. Dieser Gigant kann bei günstigen Bedingungen ein Alter von drei Jahrtausenden erreichen. Aber auch weniger auffällige Bäume, wie der Taschentuchbaum, der seinen Namen aus der Form seiner Blätter bezieht, begeistern das Publikum.

Nicht nur der Kurpark erblüht zu dieser Jahreszeit. Auch die Brunnenallee hat sich durch 19 000 Pflanzen in einen großen Garten verwandelt. „Dieses Jahr haben wir die Dekoration des Kurschattenbrunnens zum ersten Mal selbst gestaltet“, sagt Gross nicht ohne Stolz.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Mittwoch, 27. April

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