Amtsinhaber geht mit Rückendeckung der Koalition in Wahlkampf um Chefsesse

SPD und Grüne für Zimmermann

Bad Wildungen - Sowohl die Wildunger SPD als auch die Grünen ermuntern ihre Wähler, das Kreuzchen am 6. Mai neben dem Namen von Volker Zimmermann zu setzen. Das ist das Ergebnis der Vorstellungsrunden beider Kandidaten in Mitgliederversammlungen der zwei Parteien.

SPD und Grüne verweisen übereinstimmend auf die gute Zusammenarbeit mit der Partei des Bürgermeisters in der Koalition. "Mit der Wahlentscheidung können die Wählerinnen und Wähler über die Fortführung der erfolgreichen Politik der Koalition entscheiden und diese unterstützen", schreibt der Grünen-Ortsverband in einer Stellungnahme. Er verweist auf Anträge, die von den Grünen gestellt und nun im Rahmen der Koalition mit Hilfe des Bürgermeisters und der Verwaltung forciert vorangetrieben würden: das Heizungspumpenprogramm oder die Energiewende auf lokaler Ebene etwa.

SPD-Fraktionschef Walter Mombrei unterstreicht das gute Arbeitsklima in gleicher Weise: "Der Informationsfluss zwischen der Koalition und dem Bürgermeister funktioniert." Die SPD sieht in der Zusammenarbeit mit den beiden übrigen Parteien und mit dem amtierenden Bürgermeister die beste Gewähr dafür, dass möglichst viele Ziele der Sozialdemokraten in der Stadtpolitik zum Tragen kommen.

"Dabei geht es nicht ums Menschliche. Persönlich kommen wir auch mit Ulrich Tent sehr gut klar", betont Petra Göbel aus dem Ortsverbands-Vorstand der SPD. Das Problem liege darin, dass ein Bürgermeister Tent sich nicht von der CDU-Spitze um den Ehrenvorsitzenden Dr. Edgar Schmal, Stadtverbandsvorsitzende Claudia Ravensburg und Fraktionsvorsitzenden Oliver Syring freischwimmen könne. "FDP-Fraktionsvorsitzender Professor Zebe hat es in seiner Haushaltsrede deutlich gesagt: ,Die CDU benimmt sich, als gehöre die Stadt ihr’", sagt Walter Mombrei. Ein von den Christdemokraten abhängiger Bürgermeister sei deshalb aus Sicht der Sozialdemokraten keine Lösung.

Mombrei bezweifelt, dass Tent seine Zusage einlösen könne, einen fairen Wahlkampf zu führen. Was die Junge Union in der jüngeren Zeit an Pressemitteilungen herausgebe, widerspreche dem. Der CDU-Nachwuchs stelle längst widerlegte Behauptungen wie die, im Scharnier seien die Kosten explodiert, einfach immer wieder neu auf.

"Bei Volker Zimmermann haben wir das Vertrauen, dass die Zusammenarbeit so gut weiterläuft wie bisher", schließt Petra Göbel.(r)

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