Bad Wildungen:

Dem Grünzeug das Wasser austreiben

- Bad Wildungen. Die Firma Dietz Automation GmbH aus Neukirchen im Schwalm-Eder-Kreis hat auf dem Gelände der ehemaligen Wildunger Kläranlage eine moderne vollautomatische Anlage zur Trocknung von Biomasse errichtet.

Für ihren Betrieb werden ausschließlich nachhaltige Energieträger wie Solarenergie und Holz verwendet. Eine Million Euro floss in den Komplex, der am 1. Februar die Arbeit aufnahm. Weitere 100 000 Euro sind für Entwicklungskosten eingeplant, speziell für Software, erklärte Geschäftsführer Norbert Dietz während eines Informationsgesprächs mit Bürgermeister Volker Zimmermann, Wirtschaftsförderin Sabine Lauffer und Pressevertretern.Die Anlage verwertet Rohstoffe wie Sägemehl, Hackschnitzel und Landschaftspflegeholz. Sie sind in feuchtem Zustand nicht als Heizmaterial nutzbar, sondern müssen getrocknet werden, um die in ihnen enthaltene Energie effizient zu nutzen und lagerfähig zu machen. Die neue Anlage hat ihre Bewährungsprobe erfolgreich bestritten; die während des Testbetriebs pro Stunde getrockneten Sägespäne reichen mit einem Heizwert von 2060 Kilowattstunden aus, um ein Einfamilienhaus einen Monat lang zu heizen. Dabei verbraucht die Anlage selbst dafür nur 280 Kilowattstunden Wärmeenergie und 10 Kilowattstunden elektrische Energie. Dietz: „Wir erreichen durch die Trocknung zwei Drittel an Energiemehrgewinn.“

Mehr in der WLZ-Zeitungsausgabe vom 14. Mai.

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