Auszeichnung geht an Dr. Björn Löppenberg

Günter-Hartenstein-Preis erstmals in Bad Wildungen verliehen

Premiere: Den Günter-Hartenstein-Preis verlieh Gisela Hartenstein an Dr. Björn Löppenberg (rechts) aus dem Team von Prof. Noldus (links), Ordinarius der Universität Bochum. Foto: Katharina Jäger

Bad Wildungen. Im Rahmen eines Symposiums zur Ergebnisqualitätssicherung in der Medizin im Maritim-Badehotel wurde erstmals der Günter-Hartenstein-Preis verliehen.

Die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung ging an den Oberarzt Dr. Björn Löppenberg aus dem Team von Prof. Noldus, Ordinarius für Urologie an der Universität Bochum in Herne.

Der Preis wurde nach dem 2008 verstorbenen Gründer der Hartenstein-Kliniken benannt und soll innovative Entwicklungen in der der Rehabilitation unterstützen. Der Namensgeber setzte sich stets für eine Rehabilitationsmedizin nach neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft und auf hohem fachlichen Niveau ein.

Professor Dr. Ullrich Otto, Hartensteins langjähriger Wegbegleiter und Ärztlicher Direktor des Urologischen Kompetenzzentrums für die Rehabilitation, wies auf das vielfältige Wirken des Unternehmers hin und hob besonders seine Unterstützung zur Entwicklung der Rehabilitationsmedizin hervor, die die Familie fortsetzen will.

Die Arbeit von Oberarzt Dr. Löppenberg erhielt den Preis für eine Studie über den Einfluss der Anschlussheilbehandlung auf funktionelle Langzeitergebnisse nach radikaler Prostatektomie, also der chirurgischen Entfernung der Prostata. Der Festakt im Beisein von Landrat Dr. Reinhard Kubat, Bürgermeister Ralf Gutheil sowie Vertretern von Rentenversicherungen und zahlreichen weiteren Gästen wurde von einem medizinischen Symposium umrahmt, konzipiert von Prof. Otto in gemeinsamer Moderation mit Prof. Dr. Joachim Noldus.

 Redner aus dem In- und Ausland setzten sich mit Ergebnisqualitätssicherung in der Medizin auseinander, darunter Prof. Dr. Hartwig Huland, Gründer der Martini-Klinik in Hamburg. Oberarzt Dr. Marius C. Butea-Bocu vom Urologischen Kompetenzzentrum der Kliniken Hartenstein hatte das Thema: „Vom Kurmediziner zum Partner in der urologischen Ergebnisqualitätssicherung“. Dr. Leicht von der AOK sprach über „Nutzung von Abrechnungsdaten“ . Der Vortrag „return to work“ von Anneke Ullrich aus der Universitätsklinik Hamburg zeigte auf, dass im Zuge einer guten fachspezifischen Rehabilitationsmaßnahme Patienten nach großen operativen Eingriffen wieder erfolgreich ins Berufsleben integriert wurden.

Austausch fortsetzen

Bei dem Symposium konnten die Vertreter der unterschiedlichen Fachdisziplinen, darunter Akutmediziner, Rehabilitationsmediziner, Krankenkassen und Kostenträger den Facettenreichtum der Ergebnisqualitätssicherung aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten. Diese Form des wissenschaftlichen Austauschs in Bad Wildungen soll weiter geführt werden. 

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