Migrationssprechstunde im Mehrgenerationenhaus Alte Schule eingerichtet

Hilfe im Wirrwarr eines fremden Landes

Maddalena Schützenmeider (links) vom Mehrgenerationenhaus und Silke Sachsenröder vom DRK-Kreisverband Frankenberg laden zur Migrationsberatung ein. Foto: Höhne

Bad Wildungen - Aktuell 240 Flüchtlinge leben in Bad Wildungen, und der Zustrom hält weiter an. Eine neu eingerichtete Migrationssprechstunde soll den Heimatvertriebenen Orientierung bieten.

„Wir freuen uns über das DRK als neuen Kooperationspartner“, sagte Maddalena Schützenmeister vom Mehrgenerationenhaus Alte Schule. Silke Sachsenröder vom DRK-Kreisverband Frankenberg unterstützt jeden Mittwochvormittag nach Absprache erwachsene Zuwanderer mit Aufenthaltstitel im heimischen Landkreis. Sie informiert kostenlos über Hilfsangebote von Ämtern, Diensten und Organisationen, berät bei Alltagsproblemen, klärt auf über Ansprüche auf staatliche Hilfen, Anträge zur Teilnahme an einem Integrationskurs Deutsch oder unterstützt beim Umgang mit Behörden.

Kompliment für Wildunger Engagement

„Die Migrationsberatungsstelle will bei der Lösung der Integrationsprobleme behilflich sein“, erläutert Sachsenröder, die für den Altkreis Frankenberg und die Stadt Bad Wildungen zuständig ist.

Beratungsstunden gibt es bereits seit 2005 im Landkreis. „Bad Wildungen kam aber immer etwas kurz“, bedauert die Beraterin, die im Team mit einer Kollegin den Zugewanderten im gesamten Landkreis als Ansprechpartnerin zur Seite steht. Das Deutsche Rote Kreuz als unabhängige Wohlfahrtsorganisation will Menschen bei der Lösung von Integrationsproblemen helfen.

Bürgermeister Volker Zimmermann begrüßte den Aufbau eines regelmäßigen Beratungsangebots in Bad Wildungen: „Es ist wichtig, dass die Flüchtlinge eine Hilfestellung bekommen in dem Wirrwarr eines fremden Staates.“ Das MGH als Anlaufstelle für viele Migranten sei der richtige Ort für eine regelmäßige Sprechstunde.

Zimmermann: „Es war gut, dass wir im Juli 2014 bereits einen runden Tisch Asyl begründet haben.“ Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter im Verbund mit kirchlichen und anderen Organisatoren stellten sich bereits frühzeitig auf steigende Flüchtlingszahlen ein und bauten Hilfsangebote auf. Auch die Anliegerversammlungen, zeitig vor der ersten großen Welle an Flüchtlingen, haben zur Transparenz beigetragen, Fragen beantwortet und Ängste genommen, urteilte der Bürgermeister. „Viele Bürger haben sich gemeldet und sich ehrenamtlich eingesetzt.“

Dieses herausragende Engagement unterstreicht die neue Beraterin ohne Wenn und Aber. „Ich bin beeindruckt, dass hier so unheimlich viel läuft, mein Kompliment dafür.“ Sachsenröder: „Ich kenne das leider anders.“

Beratungsstunden finden Mittwochsvormittags nach Absprache im Mehrgenerationenhaus Alte Schule, Kirchplatz 9, statt. Kontakt: Silke Sachsenröder, Tel. 06451/2308141 oder per Mail an s.sachsenroeder@drk-frankenberg.de. (höh)

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