Aufenthaltsqualität auf dem Kaiserlindendeck

Wasserspiel krönt "idealen Treffpunkt" in der Wildunger Altstadt

Am Wasserspiel auf dem Parkdeck Kaiserlinde in der Wildunger Altstadt: Claudia Ravensburg, Ralf Gutheil und Frank Volke.
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Am Wasserspiel: (von links) Claudia Ravensburg, Ralf Gutheil und Frank Volke.

Auf dem Kaiserlindenplatz sprudelt ab sofort ein aus Sandsteinblöcken zusammengesetztes Wasserspiel. Vereinsmitglieder der Altstadtwerkstatt haben für das Umfeld unter dem Motto „Auszeit“ mehrere Sitzelemente gestaltet und montiert.

Bad Wildungen - „Was lange währt, wird endlich gut“, kommentierte der Vorsitzende des Altstadtvereins Frank Volke vor vielen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Verein bei der offiziellen Inbetriebnahme des Wasserspiels.. Als der Kaiserlindenplatz vor gut zehn Jahren im Hinblick auf die Altstadt, das frühere Ackerbürgerviertel, umgestaltet wurde, gab es bereits die Idee für dieses Sahnehäubchen. Es krönt die damals geschaffene Szenerie aus Holzfiguren wie Hahn, Hühnern und Pferdewagen sowie dem großen, blauen Ei mit Aussichtstreppe. Damals fehlte noch das Geld, aber ein Betonring mit Wasser- und Stromanschluss wurde vorbereitend im Boden eingelassen und der Altstadtverein blieb dran am Thema.

Im August 2019 stellte er erneut einen Förderantrag, der im September 2019 im Rahmen des Programms „Land hat Zukunft - Heimat Hessen“ mit 5000 Euro bedacht wurde. Zusätzlich stellte der Magistrat der Stadt Bad Wildungen für das Projekt weitere 2500 Euro zu Verfügung. Die Magistratsmitglieder Fritz Faupel, Hartmut Otto, Michael Maiweg und Manfred Jahnes spendeten weiteres Geld aus eigener Tasche.

Erfolg des Altstadtvereins mit vielen Müttern und Vätern

Das Projekt zeige wieder einmal, dass sich Ideen der Altstadtbürger, die sich im Altstadtverein zusammen finden und einbringen, in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und den politisch Verantwortlichen umsetzen lassen, unterstrich Volke. Er dankte allen weiteren Beteiligten, darunter dem Bauhofteam, dem Praktikanten Patrick Kucharski für den Modellentwurf, Vereinsmitglied Constantin Sonnen für die 3D- Simulationen sowie Claus Hömberg für die Mitgestaltung der Sprudelsteine. Volke würdigte auch die Rolle von Altstadtkoordinatorin, Johanna Engel, die sich mit ganz besonderem Fleiß und Engagement dem Projekt gewidmet habe.

Bürgermeister Ralf Gutheil dankte seinerseits dem Altstadtverein für die Aufwertung des Platzes. Die heimische Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg verwies auf den entscheidenden Grund für den Erfolg beim Einwerben des Fördergeldes. Der Verein und damit die Altstadt selbst habe den Antrag gestell:

„Was nützen die schönsten Pläne zur Reaktivierung von Ortskernen und Innenstädten, wenn es die Menschen nicht annehmen?“ Entstanden sei ein idealer Treffpunkt für Einwohner und Gäste, betonte sie. (Rainer Rüsch)

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