Senioren nutzen wohnortnahes Angebot

Im Viertelstundentakt zum Impfen in die Bad Wildunger Wandelhalle

Unter den Ersten: Die Wildungerinnen Gerda Ide (links) und Elfriede Baums sind voll des Lobes über den reibungslosen Ablauf des Impftermins in der Wandelhalle.
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Unter den Ersten: Die Wildungerinnen Gerda Ide (links) und Elfriede Baums sind voll des Lobes über den reibungslosen Ablauf des Impftermins in der Wandelhalle.

120 Männer und Frauen hatten am Donnerstag einen Termin beim Impfstart in der Bad Wildunger Wandelhalle. Insgesamt 500 Senioren wollen das wohnortnahe Angebot nutzen.

  • 120 Menschen erhielten am Donnerstag in der Bad Wildunger Wandelhalle die erste von zwei Corona-Impfungen.
  • Insgesamt 1500 Senioren wurden von der Stadt Bad Wildungen im Vorfeld angeschrieben, knapp 500 wollen die wohnortnahe Impfung in Anspruch nehmen.
  • Weitere Impftage in Bad Wildungen sind in den nächsten Wochen geplant.

Bad Wildungen – Impfstart am Donnerstag morgen an der Bad Wildunger Wandelhalle: 120 Impfdosen mit dem Biontech-Serum stehen ab 8 Uhr bereit. Im Viertelstundentakt treffen Senioren zu den festgelegten Terminen ein und werden von einem Großaufgebot von Helfern empfangen.

Knapp 1500 Senioren in Bad Wildungen angeschrieben

Knapp 1500 Einwohner über 80 Jahre, die nicht in Pflegeheimen leben, wurden im Vorfeld von der Stadtverwaltung angeschrieben. Der mobile Impftermin richtet sich vor allem an ältere Menschen, für die der Weg zum Impfzentrum des Landkreises in Korbach schwierig zu bewältigen wäre. „Bis jetzt haben sich 500 Leute gemeldet, die das Impfangebot annehmen wollen“, sagt Bürgermeister Ralf Gutheil.

Bei der Stadt Bad Wildungen wurde ein Call-Center eingerichtet. Nach Absenden der Briefe „standen die Leitungen nicht mehr still“, so Gutheil. Das Wandelhallen-Team organisierte die Impfaktion in Zusammenarbeit mit Mitarbeitern des Rathauses. Mit Muskelkraft und Maschinen wurden am Vortag die Schneemassen auf Parkplätzen und Wegen geräumt, auch ein Bagger des Bauhofs war im Einsatz. Hilfsbereite Männer stehen am nächsten Tag bereit und assistierten den Senioren beim Aus- oder Einsteigen aus Taxi oder Privatauto. Viele kommen mit Rollator oder Gehhilfen.

Dorothea Peikert (82): „Ich habe sehnlichst darauf gewartet“

In der Wandelhalle sorgen Mitarbeiter von Stadt, DRK, Bundeswehr, Apotheke und ein Arzt für den reibungslosen Ablauf – von der Aufnahme der Personalien bis zum Impfen. Dorothea Peikert (82) ist erleichtert über den Impfstart. „Ich habe sehnlichst darauf gewartet.“ Die Möglichkeit vor Ort sei eine gute Lösung. Wochenlang habe sie nicht mehr das Haus verlassen, sagt die Seniorin, der Sohn habe sie mit Einkäufen versorgt. „Es ist wunderbar, wenn man bald wieder alles machen kann.“

Gerda Ide und Elfriede Baums haben den „Pieks“ schon hinter sich und sind voll des Lobes. „Es ist bestens organisiert, die Leute sind sehr zuvorkommend“, sagt Elfriede Baums. „Es hat sehr gut geklappt“, ergänzt ihre Begleiterin Gerda Ide. Die beiden Wildungerinnen sind am Donnerstag unter den Ersten, die sich am frühen Morgen ihre COVID-19-Impfung geben lassen.

„Dankbar, dass ein Impftermin in Bad Wildungen angeboten wird“

„Die Leute sind sehr dankbar, dass ein Impftermin in Bad Wildungen angeboten wird“, sagt Svenja Decker am Einlass zur Wandelhalle. Das bescheinigen auch ihre Kolleginnen Andrea Kurzrock und Kora Haupt, die die Personalien aufnehmen. „Gut, dass sich der Kreis gegenüber dem Land durchgesetzt hat“, findet Bürgermeister Gutheil.

Für den Fall kurzfristiger Absagen sind an diesem Tag 45 weitere Bewerber bereit, kurzfristig einzuspringen. Rathaus-Mitarbeiter Thomas Pehlke ist erleichtert, dass die zweite Impfung mit dem Biontech-Impfstoff schon in drei Wochen stattfindet. Dann bringe das nicht die Organisation für die Kommunalwahl in Turbulenzen.

Um alle 500 Menschen zu impfen, sind weitere Termine in den nächsten Wochen geplant. Von Conny Höhne

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