Große Verpackungshalle geplant

Interkommunales Gewerbegebiet wächst weiter: VW schafft in Fritzlar 240 Jobs

Das interkommunale Gewerbegebiet wächst weiter. Archivfoto: Zerhau

Bad Wildungen/Edertal/Fritzlar. Volkswagen kommt nach Fritzlar: Ein Investor baut für den Konzern eine 42 000 Quadratmeter große Verpackungshalle.

Das Gebäude entsteht zwischen der Kernstadt und Lohne – im gemeinsamen Industriegebiet der Kommunen Fritzlar, Edertal und Bad Wildungen. Die Fritzlarer Stadtverordneten haben am Donnerstag dem Grundstücksverkauf einstimmig zugestimmt.

„Wir haben lange darauf gewartet, dass ein großer Fisch kommt“, sagte Bürgermeister Hartmut Spogat. Der Investor nehme einen zweistelligen Millionenbetrag in die Hand. Allein vier Millionen Euro würden für das Grundstück fällig.

An der Neuansiedelung sind drei Firmen beteiligt: der Investor, der die Halle baut, Volkswagen, das die Halle mietet und ein Dienstleister, der für Volkswagen in der Halle die Teile verpacken wird. Wer der Dienstleister sein wird, stehe noch nicht fest.

Am Wehrengrund sollen 240 bis 250 Arbeitsplätze entstehen – etwa 200 im gewerblichen und 30 bis 40 im kaufmännischen Bereich. Gearbeitet werden soll an fünf Tagen die Woche im Zwei-Schicht-Betrieb, von 6.30 bis 22.30 Uhr. Nur in Ausnahmefällen könnte eine dritte Schicht eingesetzt werden. Teile aus ganz Deutschland würden nach Fritzlar geliefert, dort verpackt und zum Original Teile Center nach Baunatal gebracht. Die Bauarbeiten für die Halle könnten laut Spogat im Frühjahr beginnen. Im Herbst soll sie in Betrieb genommen werden.

Mehr Chancen als Risiken

„Wir begrüßen den Grundstücks-Verkauf im Industriegebiet“, erklärte Christian Seyffarth (CDU). Dies werde andere Investoren inspirieren, sich auch in Fritzlar anzusiedeln. „Wir freuen uns auf Volkswagen“, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Mario Jung. Die Ansiedelung berge mehr Chancen als Risiken. Er kritisierte, dass die Stadtverordneten erst 14 Tage vor der Sitzung von den Plänen erfahren haben. Dies sei zu kurzfristig.

Durch das interkommunale Gewerbegebiet in Fritzlar fließen seit Jahren auch Gewerbesteuern in die Kassen der anderen beteiligten Kommunen Edertal und Bad Wildungen.

Von Anke Laumann

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