Tierschutzverein will Spendenaktion für Personalräume und Katzenhaus starten

Jede Hilfe für den Weiterbau ist nötig

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Im Altbau links bleibt noch viel zu tun

Bad Wildungen. - Erleichterung mit Blick auf die Zukunft und Frust im Rückblick auf das Vergangene mischen sich beim Tierschutzverein nach der Entscheidung im Finanzausschuss, mehr Geld für das Tierheim zur Verfügung zu stellen.

Das macht Vereinsvorsitzende Dr. Almuth Vockert deutlich: „Wir sind froh, dass es jetzt vorwärts geht.“

Der noch geplante Personalteil müsse gebaut werden, weil sonst eine Schließung des Tierheims drohe. Der Tierschutzverein werde daher eine Spendenaktion zugunsten des Tierheims starten. Vockert: „Wir sind auf jede Unterstützung angewiesen.“ Man sei aber fest entschlossen, den Fehler, den die Stadt bei ihrer Planung begangen habe, nicht zu wiederholen. Erst soll eine solide Finanzbasis für das Projekt geschaffen sein. Dann steige der Verein in die Planung ein.

Frust herrscht bei den Tierschützern über die Art und Weise, wie die Stadt die Sanierung und Erweiterung der Einrichtung in den letzten Jahren angegangen sei.

„Das Ganze ist sehr unkoordiniert gelaufen und zwar von der Planung her“, sagt Vockert. „Der Zeitplan war schon überholt, als er uns vorgelegt worden ist.“ Der Verein sei von vornherein bei der Planung komplett außen vor gelassen worden, moniert die Vorsitzende.

„Das Ganze war leider eine Fehlplanung, und die Verantwortung lag beim Bauleiter.“ Die Kontrolle der Stadt während der Bauarbeiten war minimal, kritisiert Vockert. „Seit drei Jahren eiern wir auf der Baustelle herum, ohne klare Ansage und hatten überhaupt kein Interesse, irgendetwas zu verzögern“, betont die Vorsitzende nachdrücklich. Im Gegenteil, der Verein habe immer schnell reagiert und umfangreiche Eigenleistungen zügig erbracht. Darüber hinaus hätten heimische Firmen Arbeiten ausgeführt und diese - als Spende - nicht in Rechnung gestellt.

Üppige Gehälter würden den Tierheim-Mitarbeitern nicht gezahlt. Im Gegenteil: Sie engagieren sich laut Vockert weit über das erforderlicher Maß, bei einem vergleichsweise bescheidenen Salär. „Das grenzt fast schon an Ausbeutung.“

Unterstützung habe der Verein von Wildungens Parlamentariern erfahren, die sich vor Ort über die Situation des Tierheims informierten. Am 3. Juli hatte der Finanzausschuss dann 10000 Euro bewilligt.

Als das Geld nach sieben Wochen immer noch nicht da war, habe der Verein an die Stadt geschrieben und um eine klare Aussage zu den Finanzen gebeten. Den Vorwurf der Erpressung lässt die Vereinsvorsitzende in diesem Zusammenhang nicht gelten.

„Es ging um die Zukunft des Tierheims. Wir brauchten eine klare Aussage, denn wir haben eine Verantwortung für Personal und Tiere.“(höh)

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