Für weitere Zukunft gerüstet

Jubiläum in Bad Wildungen:  Rheumaklinik ist 50 Jahre alt

Jubiläum am Katzenstein: Dr. Alexander Puls, Marita Rosenow, Dr. Bernhard Krohn-Grimberghe und Daniel Holtmann feierten mit zahlreichen Gästen das Jubiläum der Rheumaklinik. Foto: Conny Höhne

Bad Wildungen. Das 50-Jährige Bestehen der Rhemaklinik wurde am Mittwoch gefeiert. 

Vor einem halben Jahrhundert wurden die ersten Patienten in der heutigen Rheumaklinik behandelt. Inzwischen kamen weit über eine halbe Million Menschen, um ihr Leid zu lindern. Zur Feier des 50-jährigen Jubiläums begrüßten Vorstand, Geschäftsführung und Klinikleitung der Rheumaklinik der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Oldenburg-Bremen zahlreiche Gäste.

In ihrer Festansprache zeigte DRV-Vorstandsvorsitzende Marita Rosenow auf, dass die Klinik keineswegs altersmüde sei. Nach der Eröffnung 1968 wurden in der damaligen Fachklinik bis zu 200 Patienten mit Nerven- und Erschöpfungserkrankungen, urologischen Leiden, unspezifischen Erkrankungen der Atmungsorgane und Mehrfacherkrankungen parallel behandelt.

Mit Weiterentwicklung der Kur bei relativ bescheidenem Therapieangebot hin zur Rehabilitation und der gesamtheitlichen Behandlung der Patienten veränderten sich auch Anforderungen an die Ausstattung. Anfang der 80-er Jahre wurde die Klinik umfassend modernisiert, da die Unterbringung der Patienten den Standards nicht mehr gerecht wurde. Die Zahl der Einzelzimmer wurde erhöht und ein Rheumalabor aufgebaut.

Mit Doppelspitze in Zukunft

Zum Abschluss der Renovierung am 30. November 1987 erhielt das Haus den Namen Rheumaklinik. Dazu wurde die Indikation auf entzündliche und degenerative rheumatische Erkrankungen umgestellt. Nahezu zeitgleich wurde Dr. Bernhard Krohn-Grimberghe Chefarzt. Rosenow hob seine Verdienste an der überaus positiven Entwicklung der Indikationsumstellung hervor. Aber auch die Mitarbeiter der Klinik hätten sich „mit Leib und Seele für die Patienten eingesetzt“.

Vertreter von Rentenversicherung, Kommunen, Politik und Kooperationspartner würdigten in der Feierstunde die langjährige Zusammenarbeit. Wie hoch das bundesweite Ansehen der Rheumaklinik ist, wurde vor allem in den Grußworten von Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke, Bürgermeister Volker Zimmermann, Andreas Petermann von der DRV Bund und Michaela Fritsch von der Rheumaliga Hessen deutlich. Künftig werden die demografische Entwicklung, eine veränderte Arbeitswelt und ein sich wandelndes Krankheitsspektrum die Reha-Bedarfe verändern, erwartet Rosenow. Ziel sei es, die Kliniken der Rentenversicherung zukunftsfähig zu machen. Dabei gehe es vor allem um Wirtschaftlichkeit und Qualität. Der Rheumaklinik gelinge es immer wieder, über die Beteiligung an Forschungsprojekten die Qualität der Rehabilitation zu steigern. „Dies kann nur im Interesse unserer Patienten sein.“

Mit einer Doppelspitze in der ärztlichen Leitung nimmt die Klinik neue Herausforderungen an. Dr. Alexander Puls führt die 50 Jahre alte Einrichtung in die Zukunft. Er tritt die Nachfolge von Dr. Krohn-Grimberghe an, der nach über 30 Jahren als Chefarzt in 2019 ausscheidet.

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