CDU-Nachwuchsorganisation Bad Wildungen/Edertal protestiert:

Junge Union gegen Seniorenresidenz auf Wildunger Bornebach-Wiese am Maritim

Die Bornebachwiese ist ein interessantes Baugebiet. Doch die Junge Union möchte es keinesfalls für eine weitere Senioreneinrichtung hergeben. Foto: Schuldt

Bad Wildungen. Die Junge Union Bad Wildungen/Edertal wendet sich gegen die Idee, auf der Bornebachwiese eine Seniorenresidenz zu bauen. Sie fordert statt dessen die Einrichtung eines Wohngebietes für junge Familien.

Von der Entscheidung für eine Residenz würde die falsche Signalwirkung ausgehen, unterstreicht die Junge Union Bad Wildungen/ Edertal in einer Pressemitteilung von gestern „Seit vielen Jahren wurde keine Entwicklung betrieben, die unsere schöne Stadt für junge Menschen und Familien interessant macht.“, erklärt Till Wallrath, stellvertretender Vorsitzender der heimischen JU. 

Statt einer Seniorenresidenz könnte in einer neuen Planung für das Areal auch ein Wohngebiet in Betracht kommen. Denn trotz des Angebots an vorhandenen Grundstücken in der Umgebung mangele es an zentrumsnahem und attraktivem Bauland. Zudem seien die vorhandenen, unbebauten Flächen in den meisten Fällen bereits reserviert. Eine Alternative läge aus Sicht der Jungen Union beispielsweise in finanzierbaren Eigentumswohnungen in der Kernstadt. Denn gerade junge Familien fänden oft keine angemessenen Wohnmöglichkeiten mehr, da solche Angebote schlicht fehlten. Dafür stünden nicht zuletzt die geplanten „Stadtvillen“ an Stelle des ehemaligen Kurhauses. 

Das wirke sich auf die Altersstruktur aus, mahnt die Junge Union. Sie verweist auf die Angaben des Hessischen Statistischen Landesamtes. Demzufolge sei der Altersdurchschnitt zwischen 2000 und 2015 in Bad Wildungen um vier Jahre gestiegen. „Diese Tendenz kann nur durch eine progressive Stadtpolitik geändert werden“, findet Stefanie Hedrich, Mitglied des JU-Vorstands. Es fehle an Anstößen, bedauert die CDU-Nachwuchsorganisation. Sie fordert abschließend „mehr Entscheidungen zum Wohle der jungen Bevölkerung. Die Interessen der Jugend müssen in der Stadt zum Tragen kommen.“ Hintergrund der Diskussion: Ein Investor und Betreiber von hochwertigen Seniorenresidenzen interessiert sich für das Gelände zwischen Klinik am Homberg, Landesgartenschau und Maritim. Es war bereits mehrfach im Gespräch für eine Bebauung: in den 1990er für ein „Boarding-House“, vor wenigen Jahren als Standort für eine Therme. Alle Pläne einschließlich der aktuellen zielten auf ältere Generationen ab. Die Abgeordneten zeigten sich im Planungsausschuss jüngst dem Projekt einer Seniorenresidenz nicht abgeneigt. (r/su)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare