Waldeck

Junger Mann bei Bootsunfall auf dem Edersee schwer verletzt

- Waldeck-West (pfa). Bei einer Übung von DLRG und Johannitern auf dem Edersee ist am Donnerstag gegen 11.30 Uhr ein junger Mann schwer verletzt worden. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen.

Das Boot der DLRG-Schulungsstätte Waldeck-West war am Vormittag zu Ausbildungszwecken in der Wasserskizone in Richtung Talsperre unterwegs. Laut Wasserschutzpolizei kenterte das Boot gegen 11.30 Uhr vermutlich wegen eines Fahrfehlers, zu hoher Geschwindigkeit und falscher Verteilung der Mitfahrer an Bord. In Gleitfahrt fuhr das Boot nach den bisherigen Ermittlungen einen Kreis, um dann weiter in Richtung Sperrmauer zu fahren. Hierbei fuhr es die eigenen Wellen parallel an, so dass es seitlich aus dem Wasser gehoben wurde und schließlich umkippte. Alle vier Personen an Bord – drei Männer und ein dreijähriger Junge – stürzten ins Wasser. Ein 18-Jähriger wurde dabei vermutlich vom Bootskörper am Kopf getroffen und schwer verletzt. Die übrigen Insassen blieben unverletzt. Alle hatten laut Polizei Schwimmwesten getragen. Der Verletzte habe kurz nach dem Kentern über Kopfschmerzen geklagt und sei dann ohnmächtig geworden, teilte Gerd Paulus von der Wasserschutzpolizei mit. Passanten am Ufer verständigten die Leitstelle und die DLRG-Station. Wasserretter brachten den Verletzten und die anderen Insassen mit einem Boot zur Station in Wal­deck-West, wohin Notarzt und die Besatzung eines Rettungswagens eilten. Der Rettungshubschrauber Christoph 7 landete auf einer Wiese gegenüber. Nach weiterer Erstversorgung flog die Besatzung den 18-Jährigen in die Marburger Uni-Klinik. Er trug eine schwere Schädelprellung davon, Lebensgefahr besteht laut Polizei nicht.

Mehr in der WLZ-Fz-Zeitungsausgabe vom 21. August.

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