Bad Wildungen: WACH-Netzwerk bietet Hilfe in besonderen Lebenssituationen an

Keine Angst vor Pflege, Alter und Demenz

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Foto: Federico Gambarini/dpa

Bad Wildungen - Startschuss für die Wildunger Aktion für Chancengleichheit und Hilfestellung: Das Netzwerk „WACH“ ist ein Bündnis von Fachleuten zu den Themen Pflege, Alter und Demenz und bietet Menschen in besonderen Lebenssituationen Information und Unterstützung an.

Familien mit pflegebedürftigen Senioren, behinderten Kindern oder dementen Eltern können sich Rat und vielfältige Informationen einholen. Auf Wunsch werden Ratsuchende an zuständige Einrichtungen vermittelt. „Wir haben festgestellt, dass es ein Wirrwar an Zuständigkeiten gibt“, sagt Renate Hinse vom städtischen Sozialamt, wo die Fäden der Initiative WACH zusammenlaufen.

„Es gibt sehr viele Menschen die Hilfestellung benötigen“, weiß die Sozialamtsleiterin. Deswegen wurde seit 2012 ein Bad Wildunger Netzwerk aufgebaut. Eingebunden wurden alle betroffenen Institutionen. Die unterschiedlichen Partner im Bündnis sollen die Angst vor dem Alter nehmen und breit gefächerte Hilfe anbieten, um auch in Krankheit oder Alter ein von Sicherheit und Selbstbestimmung geprägtes Leben in Bad Wildungen zu ermöglichen. In dem Netzwerk sind unter anderem heimische Pflege- und Betreuungseinrichtungen, DRK und Diakoniegesellschaft, Asklepios-Stadtklinik, Mehrgenerationenhaus, Kreisverband der Treffpunkte und Begleitung von pflegenden Angehörigen vertreten.

Auch bei Fragen zu staatlichen Hilfen oder ehrenamtlichen Pflegebegleitern sind Ratsuchende beim Netzwerk WACH an der richtigen Adresse. Zudem gibt es eine ganze Reihe von unterschiedlichen Angeboten. Dabei geht es um Einzelfallhilfe und Krisenintervention, Hausnotruf, Kurzzeit- und Verhinderungspflege, Schulungen, Vorträge und vieles mehr. Kurzum: Ein Rundumpaket für besondere Lebenssituationen. „Darauf haben viele gewartet“, weiß Annette Lambertz vom Sozialamt.

Noch mehr Partner gesucht

Gefördert wird WACH vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Das Netzwerk soll Zug um Zug erweitert werden. „Unser Bestreben ist es, noch mehr Kooperationspartner mit ins Boot zu holen“, betont Hinse.

Bürgermeister Volker Zimmermann wagt einen Ausblick: „In der bunt gemischten Stadtgesellschaft gibt es Menschen, die Hilfe brauchen. Diese Hilfe soll zur Normalität werden.“

Kontakt für Informationen und Hilfe in der Stadtverwaltung: Renate Hinse, Tel. 05621/701350, Annette Lambertz, 701352. Sprechzeiten: Montag bis Mittwoch 9 bis 12 Uhr, Donnerstag 14 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung; auch Hausbesuche. (höh)

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