Hemfurth-Edersee

Keine Einwände gegen 250-Millionen-Projekt

- Edertal-Hemfurth-Edersee (höh). Das geplante Kavernenkraftwerk "Waldeck plus" scheint auf gutem Weg. Nach der öffentlichen Auslegung gab es keine schriftlichen Einwände, zeigte sich E.on-Geschäftsführer Christof Gattermann zuversichtlich.

Die Kraftwerke Waldeck I und II stellen zehn Prozent der deutschen Pumpspeicherkapazität zur Verfügung. Waldeck I erzeugt mit drei Turbinen 140 Megawatt Strom, die bei kurzfristigem Bedarf aus dem Stillstand zur Verfügung stehen. Waldeck II liefert 480 Megawatt Strom.

Weitere 300 Megawatt sollen noch hinzukommen nach dem Bau der neuen Anlage „Waldeck plus“. Mit 250 Millionen Euro ist es eines der größten Zukunftsprojekte in der Region. Ende 2010 wurden die Pläne beim Regierungspräsidium Kassel eingereicht. „Wenn wir Ende dieses Jahres die Genehmigung bekommen, könnten wir im nächsten Jahr anfangen und Ende 2015/Anfang 2016 fertig sein,“ sagte Gattermann bei einem Besuch der hessischen Umweltministerin Lucia Puttrich. Alle Auflagen der Nationalparkverwaltung seien mit dem Projekt vereinbar, so Pressesprecher Christian Orschler.

Ein Knackpunkt sei noch der Schutz der Fische, dies müsse mit den Fischereiverbänden geklärt werden. Hintergrund: Der Abstand der Fisch-Rechenstäbe soll von 15 auf nur noch 1,5 Zentimeter reduziert werden. „Das ist bei 60 000 Litern Wasser pro Sekunde technisch gar nicht machbar“, erläutert Orschler. Mehr lesen Sie in der gedruckten WLZ-Ausgabe am Sonnabend.

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