Baustelle in der Giflitzer Bahnhofstraße wirft bei vielen Beobachtern Fragen auf

Keine Sorge, neue Straße wird breit genug

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Extrem schmal wirkt die Bahnhofstraße während der aktuellen Bauphase, doch am Ende wird die Fahrbahn mehr als sieben Meter breit sein.Foto: Schuldt

Edertal-Giflitz - „Wenn die Bauarbeiten nach den Sommerferien beendet sind, ist die Fahrbahn der Bahnhofstraße mehr als sieben Meter breit“, sagt Bürgermeister Klaus Gier.

Damit reagiert er auf Nachfragen besorgter Bürger, denen die aktuelle Lage auf der Baustelle ein wenig Kopfzerbrechen bereitet. An der aus Richtung Raiffeisen rechten Seite entsteht ein breiter Rad- und Fußgängerweg mit Pflanzbeeten. Wie sollen auf dem verbleibenden Streifen Straße später zwei Lastwagen oder Busse aneinander vorbei fahren?, fragen sich viele.

Des Rätsels Lösung ist denkbar einfach. „Der Bürgersteig auf der gegenüberliegenden Seite wird um die Hälfte verschmälert“, erklärt der Bürgermeister. Optisch enger wirke das Ganze momentan überdies wegen der Baustellen-Barken.

Weil die Radfahrer künftig alle auf derselben Seite fahren und ihr Weg nicht auf derselben Seite liegt sie die Schulen, brauchen die Kinder und Jugendlichen eine Stelle, die ihnen das sichere Überqueren der Fahrbahn mit dem Rad ermöglicht. Diese Funktion übernimmt eine Verkehrsinsel, die nahe der Einfahrt zu den Schulparkplätzen auf der Bahnhofstraße gebaut wird, fügt Klaus Gier hinzu.

Wegen der Finanzlage der Gemeinde Edertal war der gesamte neue Bürgersteig mit Radweg vor einigen Monaten in die Diskussion geraten. Der alte Bürgersteig befand sich noch in einem guten Zustand und es wäre möglich gewesen, auf den Ausbau zu verzichten. Allerdings hätte die Gemeinde damit auch einen beträchtlichen Teil der Fördermittel sausen lassen. „So haben wir uns entschlossen, im Zuge der Straßenbauarbeiten die 40 Jahre alten Leitungen in der Erde erneuern zu lassen. Das wäre ohnehin bald nötig geworden und dann hätte man uns zu Recht gefragt, weshalb wir das nicht in einem Zug erledigt haben“, erläutert der Bürgermeister. Zusätzlich nutzte die Gemeinde die Gelegenheit, Leerrohre für schnellere Internetverbindungen in die Tiefe zu legen. In der Summe lohnen sich aus Sicht der Politiker und der Gemeindeverwaltung die Investitionen in den Rad- und Gehweg in vielerlei Hinsicht.

Bevor alles fertig ist, muss sich der Verkehr weitere Wochen mit Behinderungen arrangieren. Für eine gewisse Zeit wird er bald durch eine Ampel geregelt.

Von Matthias Schuldt

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