Bad Wildungen

Keine "Stolpersteine": Barrierefrei auf Kunststoffmörtel durch Wildunger Altstadt

- Bad Wildungen (höh). Mehr Komfort für Rollstuhlfahrer und Trägerinnen von Stöckelschuhen soll der neue Plattenweg in der Altstadt bieten. Nach den ersten Metern des neu angelegten „barrierefreien Pfads“ wird Kritik laut.

Rollstuhlfahrer, Senioren mit Rollators und Babys im Kinderwagen werden auf dem Altstadt-Pflaster gründlich durchgeschüttelt. Und für Frauen mit hochhackigen Schuhen ist der Bummel durch die Fachwerkpromenade alles andere als ein Genuss. Diese Zielgruppen hat der neue „barrierefreie Pfad“ im Visier. Vom Postplatz bis zum Bürgerbüro soll ein Plattenweg Fußgängern den Weg erleichtern und der Rüttelei ein Ende setzen.

Nachdem die ersten Meter des 130 000 Euro teuren Pfades angelegt sind, reiben sich Passanten erstaunt die Augen. „Da sind Stolpersteine eingebaut“, ärgerte sich gestern eine Anwohnerin über die großformatigen glatten Platten, die optisch reizvoll mit kleineren Pflastersteinen abgetrennt sind. Somit wurde das Problem zwar entschärft, aber keineswegs beseitigt, monieren die Kritiker. Angelika Seifert vom städtischen Bauamt protestiert: „Das ist kein Kopfsteinpflaster, sondern es handelt sich um zurechtgeschnittene Platten – die sind komplett eben.“ Die Fugen würden nur vorübergehend mit Sand befüllt, um Teile des neu verlegten Wegs schnell wieder freizugeben. Bis Mitte August soll der Pfad fertig sein. „Dann kommt der Sand raus und Kunststoffmörtel rein“, kündigt die Ingenieurin an. Diese Fläche soll dann glatt und damit mühelos begehbar sein. Mehr lesen Sie in der morgigen Printausgabe.

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