Mini-Kalb bereichert Rassevielfalt bei Tierschau zum Wildunger Viehmarkt

Klaus-Uwe - klein, aber (rein)rassig

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Kleiner als ein Schäferhund. Minikälbchen Klaus-Uwe mit 56 Zentimetern Schulterhöhe kam am 45. Geburtstag seines Gellershäuser Züchters Klaus Abraham zur Welt.

Bad Wildungen / Gellershausen - Weniger leistungsgeprägte Zuchttiere und dafür noch mehr Rassevielfalt - das erwartet die Besucher der Tierschau beim Bad Wildunger Kram- und Viehmarkt. Einer der vierbeinigen Stars ist Minikälbchen Klaus-Uwe, mit 56 Zentimetern Schulterhöhe kleiner als ein ausgewachsener Schäferhund.

Das braune Prachtexemplar kam am 45. Geburtstag seines Gellershäuser Züchters Klaus Abraham zur Welt. Der kleine Kraftprotz ist der dritte Sprössling der Dexter-Kuh Olli, einer aus Irland stammenden Fleischrinderrasse. Sie galten im 19. Jahrhundert als die ideale „Kuh eines Landhausbesitzers“, die viel Milch für den Haushalt und jährlich ein Kalb für das Fleisch produzierte.

Ziemlich anspruchslos

Die Tiere unterscheiden sich sehr in der Größe, sind aber in etwa halb so groß wie ein Hereford-Rind und etwa ein Drittel einer Holstein-Friesian-Milchkuh. Dexter ist eine Zweinutzungsrasse, die Milch und Fleisch liefert, erläutert Züchter Abraham. In Sachen Futter und Haltung sind die Klauengänger ziemlich anspruchslos.

Der Neuankömmling im Gellershäuser Rinderstall komplettiert die bunte Rassenvielfalt der Familie Abraham. Pferde, Esel, Ponys, Minipony, Schweine, Rinder und Schafe werden im Nebenerwerb gehalten. Einige ihrer Zuchttiere stellen Abrahams beim Bad Wildunger Viehmarkt aus. „Das Shampoo steht schon bereit“, schmunzelt Züchtergattin Silvia Abraham, die die Vierbeiner für den großen Tag herausputzt. Sohn Bastian (19) ist ebenfalls mit Herz dabei. „Das ist unser Rindermann“, sagt Vater Klaus.

Bei der Bezirkstierschau mit Streichelzoo werden am Donnerstag, 19. Juli, von 8.30 bis 12 Uhr Rinder, Pferde, Schafe und Ziegen auf dem Schützenplatz aufgetrieben. In der Reithalle stellen Kaninchen- und Geflügelzüchter ihre Rassetiere aus.

Blickfang auf dem Außengelände sind etliche Demonstrationsgruppen verschiedener Großtierrassen. Neben den Dexter-Rindern aus Gellerhausen werden beim Wildunger Viehmarkt in einer Sonderschau weitere Fleischrinderrassen präsentiert: Angus, Fleckvieh, Highland Cattle, Limousin, Pustertaler Sprinzen, Rotes Höhenvieh und Zwergzebus werden ausgestellt.

Viel Gemecker

Außerdem zu sehen sind Esel, darunter die zotteligen Poitou­esel aus Burgwald. Viel Gemecker ist zu erwarten bei der Zahl der angemeldeten Zwergziegen, Walliser Schwarzhals, Toggenburger und Burenziegen. Auch Schafe gibt es in unterschiedlichen Rassen zu sehen, darunter Coburger Fuchsschaf, Deutsche Skudden, Heidschnucke, Juraschafe, Merino, Krainer Steinschafe, Waldschafe.

„Der Platz wird also reichlich gefüllt sein und für das Publikum ein abwechslungsreiches Bild bieten“, ist sich Manuela Platte vom Wildunger Ordnungsamt sicher. Überschaubarer sind hingegen die Auftriebszahlen bei anderen Rassetieren im Schauring.

Zur Fohlenschau des Fördervereins des früheren Pferdezuchtvereins Waldeck-Eder sind 15 Fohlen der Rasse Deutsches Reitpferd bemeldet. Elf Stuten werden ohne Fohlen präsentiert.

Nachwuchs im Ring

26 Haflinger, einige mit Fohlen, und sechs Kaltblüter sollen­ von Schaurichtern prämiert werden. Bei den Deutschen Reitponys sind 16 Stuten genannt, zum Teil mit Nachwuchs, außerdem ein Zuchthengst. 24 Shetlandponys, einige mit Fohlen bei Fuß, und ein Hengst sind gemeldet. Darüber hinaus zwei Mini-Shettys und ein Hengst.

Weiter im Katalog: Fünf Welsh-Ponys, zehn Classic-Ponys, acht Mini-Appaloosa-Stuten und drei Hengste. Stuten zur Demons­tration: Irish Tinker, Lewitzer, Painthorse, Quarterhorse.

Neun Kinder steigen beim Kälberaufzuchtwettbewerb in den Ring, dabei werden nur Kälbchen von Milchkühen gezeigt. Ein Jungrindervorführwettbe­werb findet wegen fehlender Meldungen nicht statt.

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