Wie die Stadt unterstützen kann beim Wiedereinstieg

Kleine Hilfen für die Wildunger Gastronomie

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Gastronomie in Corona-Zeiten: Gäste auf Abstand. Alfredo Minardi (rechts) beim B edienen in seiner Eisdiele in Bad Wildungen; sitzend am Tisch Winfried Schumann. 

Unter widrigen Umständen, mit Ausnahme des Wetters, nimmt die Gastronomie in Bad Wildungen ihre Arbeit wieder auf. Wie kann die Stadt die Betriebe dabei unterstützen?

Bad Wildungen –Die Verwaltung solle zusätzliche, öffentliche Flächen frei geben, damit mehr Tische und Stühle aufgestellt werden können, als die neuen Abstandsregeln zulassen: so lautet ein Vorschlag, den die Junge Union Bad Wildungen/Edertal jüngst unterbreitete.

Ordnungsamtsleiter Martin Segeler hält das durchaus für denkbar: „Bislang haben uns solche Anfragen allerdings noch nicht erreicht“, fügt er hinzu. Mit Blick auf die neuen Vorgaben zu Abständen etwa von Tischen sichert er zu, bei den Kontrollen „mit Fingerspitzengefühl vorzugehen“. Die Betriebe hätten es ohnehin schwer genug.

Der Magistrat habe überdies kürzlich beschlossen, für April auf das Entgelt für öffentlich genutzte Flächen zu verzichten. Wobei es sich angesichts der relativ geringen Summen eher um eine Geste gegenüber Gastronomen und anderen Nutzern handele, ergänzt Segeler.

Eine weitere Form der Unterstützung bringt Stadtmarketing-Chefin Ute Kühlewind ins Spiel. Wenn das Wetter dazu einlädt, draußen Kaffee zu trinken, Eis und Kuchen oder warme Gerichte zu essen oder sich Cocktail und Wein schmecken zu lassen, würde Live-Musik die Atmosphäre bereichern. „Unser Kurorchester könnte in Solo-Auftritten oder mit Duos für die Gäste der Gastronomie aufspielen“, schlägt sie vor. Kurmusiker on tour gewissermaßen. Bereits jetzt hätten die Musikerinnen und Musiker kleine solche Gastspiele in Kliniken oder Heimen gegeben. Wer Interesse habe, könne sich gerne beim Stadtmarketing melden.

„Unser Kurorchester hat ein sehr breites Repertoire, das aktuelle Popmusik einschließt“, wirbt auch Bürgermeister Ralf Gutheil für diese Idee: „Warum nicht live einen Ed-Sheeran-Song zum Kaffee genießen“, fügt er hinzu. Die Musiker seien für Wünsche des Publikums offen.

Darüber hinaus ermuntert Ute Kühlewind die Gastronomie dazu, sich ebenfalls zu melden, wenn die Betriebe andere Anliegen hätten, die den Wiedereinstieg erleichtern könnten. Grundsätzlich rät die Marketing-Chefin dem einzelnen Betrieb dazu, sich mit einer kleineren Karte auf die erfahrungsgemäß beliebtesten und gefragtesten Gerichte zu konzentrieren, um Aufwand und Kosten an die geringere Auslastung anzupassen, die allein schon aus den Hygienevorgaben resultiert. Ihr seien Beispiele aus Bad Wildungen bekannt, wo das im Lieferservice schon funktioniert habe.

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