Bad Wildungen

Kreiselstau vorübergehendes Phänomen

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- Bad Wildungen (su). Es kam, wie es kommen musste, und die ersten Wildunger Kritiker haben es ja immer schon gewusst: Die neue Kreiselei funktioniert nicht, siehe Wäschebach.

.Täglich zur Mittagszeit, wenn die Schulen entlang der Stresemannstraße ihren Tag beenden, und einige Stunden später zur Feierabendzeit bilden sich lange Rückstaus im Eselspfad. Das ist für die Stadtverwaltung keine Überraschung. „Im Zuge der Planung des Stadtringumbaus ist stets darauf hingewiesen worden, dass der Verkehrsfluss an den Einmündungen erst nach vollständiger Umsetzung der fünf geplanten Kreisverkehre gegeben ist“, heißt es in einer Pressemitteilung.

„Später sieht das ganz anders aus“, verspricht Bürgermeister Volker Zimmermann. Momentan fahren täglich noch rund 14 000 Fahrzeuge auf dem Eselspfad in Richtung Wäschebachkreisel. Wenn alle fünf Kreisel fertig sind und der Gegenverkehr auf dem Stadtring eingeführt ist, erwarten die Verkehrsplaner auf dieser Strecke noch 11 000 Autos. „Davon jedoch nur 7000 bergab. Die übrigen 4000 fahren den Eselspfad hinauf.“ Das würde summa summarum bedeuten: Die Hälfte der Autos von heute führen noch bergab Richtung Wäschebach. „Dann entspannt sich die Verkehrslage“, ist Zimmermann sicher.

Ein Problem sieht er zusätzlich in der Unsicherheit vieler Autofahrer, die sich an den Umgang mit dem Kreisel erst noch gewöhnen müssten. Die meisten halten nämlich wie an einer Stopp-Straße auch dann, wenn sich keine Fahrzeuge von links nähern, anstatt in diesem Fall zügig in den Kreisverkehr hineinzufahren. Um den Unmut der Autofahrer auf einen möglichst kurzen Zeitraum zu reduzieren, ist vorgesehen, zügig Streckenabschnitte des Stadtrings im Gegenverkehr zu öffnen, um kürzere Wege zu ermöglichen und die Belastung auf dem Eselspfad schrittweise vor dem Ende aller Bauarbeiten schon zu senken.

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