Fotos der Sandart-Aktion vom Juni und „Rock gegen Rechts“

Kunst klopft bei Baggern an

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Rainer Rüsch, Klaus Heubusch, Uwe Claus (vorne von links) haben mit Robert Hilligus vom Bauamt die Fotos von der Sandart-Aktion beigesteuert.

Bad Wildungen - Aus der Not eine Tugend machen und die heimischen Kunden und Gäste trotz Bauarbeiten ins „Scharnier“ locken. Dieses Ziel verfolgen AWWiN und Stadt mit mehreren Aktionen.

Mit der „Kreativmeile“ und dem „Erlebnis­trödelmarkt“ sowie dem verkaufsoffenen Sonntag startete Anfang Juni die Arbeitsgemeinschaft Wildunger Wirtschaftsförderung die „Ab in die Mitte“-Projekte unter dem Titel „Das Scharnier verbindet ...!“.

Aufsehen erregten damals die Steinmetzarbeiten und die Sand-Künstler. Fotos von ihrer Arbeit hängen nun am Bauzaun im Scharnier; Blickfänge für die Passanten in oder aus Richtung Postplatz. Integriert in die Aktionen des vom Jugendhaus organisierten Musikereignisses „Rock gegen Rechts“, das am kommenden Freitag auf dem Postplatz stattfindet. In der Woche vom 17. bis 23. September gibt es neben dem verkaufsoffenen Sonntag, der Gewerbeschau und dem Altstadt-Kinderfest weitere Veranstaltungen. Seit Juli läuft zudem die Bonus-Kartenaktion in den Geschäften des Scharniers.

„Die Baustelle kommt gut voran“, sagte Bürgermeister Volker Zimmermann beim Aufhängen der Sandart-Fotos. Die Lage des „Blauen Bands“, in der Bäume, Bänke und Brunnen stehen sollen, sei auf der Südseite der Straße auszumachen. Auch die barrierefreie Gestaltung vor dem Objekt „Brunnenstraße 54“ habe Form angenommen.

Rinne bildet Barriere

Kopfzerbrechen bereitet mittlerweile aber die Regenrinne, die zugleich als Tasthilfe Sehbehinderten die Orientierung auf dem Postplatz erleichtern soll. Für Rolli- und Rollatorfahrer stellt sie ein beachtliches Hindernis dar, durchschneidet sie den Platz doch längs vor Manhenke. Rainer Rüsch (www.badestadt.de) hat zu dem Problem Recherchen angestellt und Abdeckungen - eine Art Gitterrost - gefunden, deren Oberfläche so gestaltet ist, dass sie per Taststock zu identifizieren ist, ohne dass der Regenablauf eine Barriere für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte bilden würde.

Blaues-Band-Birnen kaputt

Während im Scharnier das „blaue Band“ erst entsteht, das an die historische Wasserleitung von der Georg-Victor-Quelle bis in die Altstadt erinnern soll, bereitet es in Gestalt der blau beleuchteten Pflasterelemente in der Fußgängerzone Probleme. Regelmäßig fallen Birnen aus.

Ein Garantiefall, berichtet Angelika Seifert vom Stadtbauamt. Die Firma arbeite intensiv an einer Beseitigung der Kinderkrankheiten dieses neuen Produkts. Grund für die Schwierigkeiten: Wenn Autos oder Lkw über die Leuchtelemente fahren, drücken sie die Plastikabdeckungen auf die empfindlichen Birnen herunter und beschädigen sie. Das beauftragte Unternehmen hat neue Abdeckungen entwickelt. „Es hat Interesse daran, dass alles funktioniert, damit auch andere Kunden auf die Technik aufmerksam werden“, erklärt Angelika Seifert.

Rock gegen Rechts

Vier Bands treten am 24. August (Einlass ab 18.30 Uhr) bei „Rock gegen Rechts“ auf dem Postplatz auf. Sie bieten lustigen und unterhaltsamem Sprechgesang bis hin zu Funk ’n’ Roll, Covermusik (Ärzte, Toten Hosen) und gesellschaftlichen, politischen Kritiksongs.

„Ray Stress“, seit 2009 in der aktuellen Zusammensetzung, überzeugt mit markanten, durchgehend deutschen Texten ihres „Rappers“ Max Scharff und Sängers/Akkustikgitarristen Oliver Klaas im Zusammenspiel mit abwechslungsreicher Rockmusik.

„Hazeomatic“, das sind Dr. Flowjob: Guitars/Shouts (21), Axel Tight, Drums/Vocals (20) und Sir Todd Bassimov, Bass/Vocals (22). Man sollte die Band keinem Genre zuordnen. Das Grundcastingkonzept besteht aus einer Grooveshow, frei von allem Schubladendenken und mit einer großen Tube Jamsession.

„Wollmanet“ macht nach eigenen Worten „Musik, oder so was wie Musik.“ Sie treffen sich seit etwas mehr als zwei Jahren und schreiben eigene Lieder. Kai am Bass, Benjamin an der Gitarre und Christian am Schlagzeug. Ein wenig Kritik an der Gesellschaft, ein wenig Kritik an der Politik, aber immer viel Spaß bei dem Versuch, alles unter einen Hut zu bringen und das alles dann nochPogotanzbar zu gestalten. Genau dieser Spaß soll beim Rock gegen Rechts im Vordergrund stehen. „Lasst uns die Musik feiern, Gewalt und Hass haben in unserem Landkreis nichts zu suchen“, sagt die Band.

„Beat Cuisine“: Sebastian und Waldemar treffen sich seit einigen Monaten, um neben ihrer Arbeit als Köche (so entstand der Bandname)Musik auf der E-Gitarre nachzuspielen. Im Winter trat Christian zu der Band als Schlagzeuger.Seit Sommer komplettiert Bassist Benjamin das Quartett, das Hits der Ärzte, der Toten Hosen oder von Green Day interpretiert.(r)

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