Kurze Wege ohne Auto

Nahmobilitätskonzept für Bad Wildungen in Arbeit: Hindernisse  für Fußgänger und Radfahrer beseitigen

Mobil auch ohne Auto: Dazu sollen Radstreifen wie hier auf dem Stadtring am Lindentorkreisel oder kurze Wege für Fußgänger motivieren. Foto: Matthias Schuldt

Öfters mal das Auto stehen lassen und Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurück legen – dazu will die Stadt Bad Wildungen die Bürger verstärkt motivieren. Dafür soll ein Nahmobilitätskonzept erarbeitet werden.

Bad Wildungen – Das Land Hessen fördert dies mit 30 000 Euro. Bei einem Workshop am Samstag, 7. März, 11 bis 14 Uhr, im Forsthaus Armsfeld, sollen Defizite im gesamten Stadtgebiet erarbeitet werden.

„Unter Nahmobilität versteht man den Fuß- und Radverkehr in einer Stadt sowie die Anbindung an Bus und Bahn“, erläutert Robert Hilligus vom Stadtbauamt. Das Konzept soll laut Bürgermeister Ralf Gutheil künftig als Grundlage dienen, „Schritt für Schritt anhand von Prioritätenlisten die Qualitäten für das Zufußgehen und das Radfahren im gesamten Stadtgebiet zu verbessern“.

Workshop am 7. März in Armsfeld

Dabei stehen bauliche Maßnahmen im Fokus, wie beispielsweise sichere Abstellmöglichkeiten für E-Bikes, aber auch Aktionen, die anregen sollen, sich zu Fuß oder mit dem Rad im Stadtgebiet zu bewegen.

Das beauftragte Verkehrsplanungsbüro IKS aus Kassel hat begonnen, ein Konzept für die Kernstadt und die Stadtteile zu entwickeln. Die Bestandsaufnahme läuft bereits. In dem Workshop in Armsfeld geht es weiter ins Detail. 

Defizite erkennen, Prioritätenliste aufstellen

Die Ergebnisse sollen auch in andere Stadtteile einfließen. „Auch in den ländlich geprägten Stadtteilen gibt es Hindernisse für Menschen, die sich zu Fuß oder mit dem Rad bewegen“, verweist Hilligus. Alle Interessierten sind zur Teilnahme eingeladen. Ziel der Veranstaltung ist es, Defizite zu erkennen und eine Prioritätenliste mit Verbesserungsmaßnahmen zu formulieren.

Geplant sind in diesem Monat auch Fragebogenaktionen. Dabei soll unter anderem das Mobilitätsverhalten von Schülern sowie von Klinikmitarbeitern ermittelt werden. Parallel laufen weitere Aktionen zur Sammlung von Informationen. Einbezogen werden zum Beispiel der Seniorenbeirat, die Ortsbeiräte und Bürgervereine sowie der Behindertenbeirat.

Anregungen an das Stadtbauamt

Nach umfangreicher Datenermittlung und Bestandaufnahme von Fuß- und Radwegen beginnt die Analysephase. Nach Bedarf werden weitere Akteure einbezogen oder zusätzliche Beteiligungsprozesse gestartet, kündigt Gutheil an.

Anregungen zur Nahmobilität sind im Stadtbauamt per E-Mail oder telefonisch willkommen. Kontakt: robert.hilligus@bad-wildungen.de oder 05621/701-411.

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