Kurs auf digitalisierte Schule

Professor der Uni Köln virtuell im Bad Wildunger Gymnasium: Corona – Untergang der EU?

Experiment gelungen: 80 Schüler des Gustav-Stresemann-Gymnasiums verfolgten den virtuellen Vortrag des Kölner Universitätsprofessors Dr. Thomas Jäger an „Active Boards“ und auf Tablets.
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Experiment gelungen: 80 Schüler des Gustav-Stresemann-Gymnasiums verfolgten den virtuellen Vortrag des Kölner Universitätsprofessors Dr. Thomas Jäger an „Active Boards“ und auf Tablets.

Um die Auswirkungen der Corona-Pandemie in der Europäischen Union drehte sich ein Vortrag von Prof. Thomas Jäger im Gustav-Stresemann-Gymnasium.

  • Prof. Thomas Jäger von der Universität in Köln sprach vor Schülern des Gustav-Stresemann-Gymnasiums über die Auswirkungen der Corona-Pandemie in der Europäischen Union.
  • Den ersten virtuellen Expertenvortrag verfolgten 80 Gymnasiasten an „Active Boards“ und Tablets in mehreren Räumen der Schule.
  • Der virtuelle Vortrag ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zum digitalen Gymnasium.

Bad Wildungen – Der Wissenschaftler der Kölner Universität mit Lehrstuhl für Internationale Politik und Außenpolitik hielt den ersten virtuellen Expertenvortrag am Gymnasium.

Zentrales Thema: Sicherheitspolitik in der EU

Rund 80 Schüler verfolgten die Ausführungen des Dozenten an Tabletts und Active Boards in mehreren Räumen der Schule und löcherten den Dozenten zum Abschluss mit zahlreichen Fragen.

Dr. Johannes Salzig, Lehrer für Politik und Wirtschaft und PoWi-Fachvorsitzender, hatte den Kontakt hergestellt. Manfred Weider als stellvertretender Vorsitzender der Gesellschaft für Sicherheitspolitik der Sektion Waldeck-Frankenberg stellte die Arbeit des Vereins vor, der die Veranstaltung am GSG ermöglichte.

Zentrales Themen im Vortrag von Prof. Jäger war dann die Sicherheitspolitik. Der Wissenschaftler ging auf die fünf größten Herausforderungen der EU ein – sicherheitspolitische Lücken, wirtschaftliche Unterschiede, Unstimmigkeiten bei Migration und Asyl, uneinheitliche Klimapolitik und unterschiedliches Verständnis von Demokratie.

Coronavirus eine besondere Herausforderung für alle Länder

Die Staaten seien sich nicht einig. Obendrein spiele die Abhängigkeit von den Weltmächten China und den USA eine große Rolle. Dabei sollte das Ziel der EU-Politik aus Sicht des Politikwissenschaftlers sein, selbstständig Entscheidungen zum Wohle aller zu treffen. Sanktionen innerhalb der EU-Staaten seien sinnlos, stattdessen müsse die Gemeinschaft gestärkt werden, forderte der Professor.

Neben den bekannten Problemen der einzelnen Länder sei nun das Coronavirus eine besondere Herausforderung.

Nicht als Untergang sondern als Chance sehen

Aufgrund des Zusammenbruchs der Wirtschaft müsse sich die EU daher neu strukturieren, meinte der Kölner. Gleichwohl seien die EU-Staaten meist wirtschaftlich und industriell gut entwickelt und bei Bemühungen aller Staaten bestünde kein Grund zur Sorge.

Das Coronavirus habe großen Einfluss auf die Entwicklung der EU, bescheinigte der Dozent. Die Gymnasiasten in Bad Wildungen forderte er auf, die derzeitigen Umstände aber weniger als Untergang, sondern mehr als Chance sehen, neue Lösungen für die wirtschaftliche und politische Situation zu entwickeln. Jäger sprach von einer Zeit des Umbruchs und Umdenkens.

Nach dem Impulsreferat beantwortete der Referent zahlreiche Fragen der Schüler. Entsprechend positiv waren die Rückmeldungen der jungen Erwachsenen, der Fachkolleginnen und Fachkollegen sowie der Organisatoren am Ende des lehrreichen Vortrags.

Das virtuelle Experiment werteten die Teilnehmer nicht zuletzt auch aufgrund der funktionstüchtigen Technik als Erfolg. Damit sei ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung digitalisierte Schule getan.  red

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