Fotos liefern Vorlage für die Wiedermontage

Die Kurschattendame ist zurück

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Kurschattendame mit WLZ

Bad Wildungen. - „Ich bin wieder hier... in meinem Revier... war nie wirklich weg... hab’ mich nur versteckt...“ Als hätte Marius Müller-Westernhagen damals den Song auf die Wildunger Kurschattendame gemünzt.

Seit Montagabend steht sie wieder an ihrem Platz, vorerst allerdings zwei Schlingen um den Hals, damit sie im frischen Fundament nicht den Halt verliert und umstürzt.

„Stand die wirklich so?“

Schon haben sie begonnen, die Diskussionen unter den Passanten: „Stand die wirklich so? War das nicht viel weiter dort drüben - oder doch mehr hier?“

Auf den Zentimeter genau hat sie ihre alte Position wohl nicht bezogen. Aber die Bauarbeiter und die Mitarbeiter der Stadtverwaltung schossen von verschiedenen Seiten Fotos, bevor die Bronzefigur vor einigen Monaten ihren Platz vorübergehend räumen musste. Diese Bilder dienten am Montag als Vorlage, um die Dame möglichst originalgetreu wieder aufzustellen.

Eine gar nicht so leichte Übung, denn die Anker, die die Skulptur im Boden verankern, sitzen nicht gerade unter den Füßen, sondern krumm und schief. „Sonst hätte man das Ganze auch anders lösen können“, heißt es von der Baufirma.

Nicht schlimm. So bleibt den Wildungern Diskussionsstoff und das Schöne: Man wird nie 100-prozentig beweisen können, wer Recht hat.

Der Badende am Kurschattenbrunnen kann ungeachtet dessen wieder schmachtend und mit dem Finger zeigend in Richtung der Schönen blicken, die ihrerseits das veränderte Umfeld in Augenschein nimmt. Unten in den Bildern ist das Scharnier - vor und nach dem Umbau - aus zwei verschiedenen Blickwinkeln festgehalten. Nun fehlt noch das neue Dach für die Rendezvous-Haltestelle.(su)

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