Neuer Ausbildungskatalog des Bildungszentrums Nordhessen

450 Kurse rund um die Gesundheit

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Der neue Weiterbildungskatalog 2013 des Asklepios-Bildungszentrums Nordhessen wurde den Kooperationspartnern präsentiert.

Bad Wildungen - Der Leiter des Asklepios-Bildungszentrums Nordhessen, Mizrab Akgöz, stellte den Fort- und Weiterbildungskatalog 2013 vor. Auf 435 Seiten sind 450 Veranstaltungen im Fort- und Weiterbildungsbereich aufgeführt.

Mit mehr als 4000 Kursteilnehmern jährlich ist das Asklepios-Bildungszentrum die größte Einrichtung dieser Art in Nordhessen. Neu im Katalog 2013 ist Weiterbildung für die Ergotherapie und die Psychologie.

Inzwischen nutzen 38 Kooperationspartner aus der Region das Asklepios-Bildungszentrum, um ohne organisatorischen Aufwand und ohne hohe finanzielle Aufwendungen ihre Mitarbeiter nach deren Wünschen schulen zu lassen. Partner sind Einrichtungen aus allen Bereichen des Gesundheitswesens, auch kleine Physiotherapiepraxen oder ambulante Pflegedienste nutzen die vielfältigen Möglichkeiten. „Bildung ist für alle da und muss auch finanziell zu bewältigen sein“, bekräftigte Akgöz. Das Programm für 2013 umfasst innerbetriebliche Fortbildung und die Weiterbildung in Sozial- und Gesundheitsberufen. Die Kurse sind entweder staatlich zertifiziert oder von Fachverbänden anerkannt.

Das Bildungsprogramm fußt auf drei Säulen: Grundausbildung in Gesundheits- und Krankenpflege (Akgöz: „Hier gibt es einen extrem hohen Bedarf“); Physiotherapie-Ausbildung mit Kosmetik und Massage durch die Bringmann-Akademie und drittens die innerbetriebliche Fort- und Weiterbildung für alle therapeutischen Berufe im medizinischen Bereich. „In der Region werden medizinische Fachkräfte in allen Bereichen dringend gebraucht“, versicherte Akgöz. Ziel sei eine gute Ausbildungsqualität zu einem vernünftigen Preis. Akgöz kritisierte heftig die politisch Verantwortlichen im Land. Probleme würden auf dem Rücken von Medizin- und Pflegeeinrichtungen ausgetragen. Es gebe zu wenig politische Konzepte und zu wenig finanzielle Unterstützung für die Ausbildung junger Menschen in diesem Bereich.

Wegen des drohenden Pflegenotstands in spätestens fünf bis acht Jahren bestehe dringender Handlungsbedarf von Berufsverbänden und Politik. Schon heute sei es schwierig, 16-Jährige für die Ausbildung zu gewinnen, genau so problematisch sei es aber auch, geeignete Lehrkräfte zu finden. Akgöz: „Wir erleben da eine regelrechte Tragödie - das geht so nicht!“ Es sei für Eltern auch kaum zumutbar, für die Ausbildung ihrer Kinder 700 bis 800 Euro im Monat aufzubringen. (szl)

Informationen: www.Asklepios.com

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