CDU-Fraktion diskutiert über Wasserstand, Tourismus, Straßenbau

Landespolitik am Edersee

+
Die CDU-Landtagsfraktion ging am Edersee in Klausur, im Bild von links Landtagspräsident Norbert Kartmann, Fraktionsvorsitzender Michael Boddenberg, die heimischen Landtagsabgeordneten Armin Schwarz und Claudia Ravensburg sowie Fraktionsgeschäftsführer Holger Bellino.Foto: Höhne

Edersee - Im Zeichen des Jubiläums „100 Jahre Edersee“ gingen Mitglieder der 47-köpfigen CDU-Landtagsfraktion am Edersee in Klausur.

Auf Anregung des heimischen Landtagsabgeordneten Armin Schwarz (Bad Arolsen) reiste die Fraktion von der Landeshauptstadt zu politischen Beratungen ins Terrassenhotel an die Sperrmauer. „Zuletzt war die Landtagsfraktion 2003 am Edersee - kurz vor Gründung des Nationalparks“, erinnerte die Bad Wildunger Abgeordnete Claudia Ravensburg.

Schwerpunkte der politischen Beratungen an Hessens größtem Stausee waren der Tourismus in der Region und die Bewirtschaftung der Talsperre. Im Klartext: der Wasserstand. „Ich glaube, dass runde Tische viel gebracht haben“, sagte Fraktionschef Michael Boddenberg vor dem gut gefüllten Edersee.

Trotzdem gelte es, die wirtschaftlichen Interessen für die Schifffahrt an der Weser mit dem Tourismus in Waldeck-Frankenberg unter einen Hut zu bringen. Der Sprecher der CDULandtagsfraktion erwartet diesbezüglich mit Blick auf zunehmende Technisierung weiteres Potenzial.

Darüber hinaus drehte sich die politische Debatte um den Landeshaushalt 2015, wo mit Blick auf die gesetzlich verankerte Schuldenbremse weitere Sparpotenziale ausgelotet wurden. Boddenberg: „Da sind enorme Einsparungen erforderlich.“ Die sehe die Union unter anderem im Bereich Bildung. Sparen bei der Verwaltung, aber nicht am Unterricht, das sei die Devise.

Trotz angespannter Haushaltslage gehe es beim Straßenbau weiter. Boddenberg zeigte sich gegenüber der WLZ-FZ zuversichtlich, dass im Landkreis Waldeck-Frankenberg alle in den Jahren 2015/16 anvisierten Bauprojekte auch umgesetzt werden.

Im Anschluss an die Fraktionssitzung führte Marianne Latzel die Unionspolitiker über die 100 Jahre alte Edertalsperre und erläuterte Details über den letzten Giganten aus der Kaiserzeit, dessen Bau 7,5 Millionen Goldmark gekostet hatte.

Von Conny Höhne

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare