Das jahrelange Tauziehen um eine Ampel oder eine Verkehrsinsel für die Ederstraße soll in einigen Tagen enden

Der Landrat „will eine Lösung für Wega“

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Die Wegaer und die Stadt bevorzugen eine Ampel, die Vertreter des Kreises eine Verkehrsinsel. Eine Lösung soll aber auf jeden Fall binnen Tagen gefunden sein (von links): Helmut Kann vom Ortsbeirat, Ortsvorsteher Franz Berghoff, Ortsbeiratsmitglied Fritz Faupel, Fachdienstleiter Recht Thomas Vorneweg, Landrat Dr. Reinhard Kubat, Bürgermeister Volker Zimmermann, Ordnungsamtsleiter Martin Segeler beim Ortstermin in Wega-Mitte.Foto: Schuldt

Bad Wildungen-Wega - „Ich will eine Lösung und Sie erhalten sehr schnell eine Antwort“, sagte Landrat Dr. Reinhard Kubat gestern den Wegaern zu. Eine Verkehrsinsel auf der Ederstraße sei möglich, „aber ich nehme auch die von den Wegaern und der Stadt Bad Wildungen bevorzugte Schlafampel gedanklich mit nach Korbach.“

Mehr als eine Stunde lang widmeten sich der Landrat, dessen Fachdienstleiter „Recht“, Thomas Vorneweg, Kreis-Pressesprecher Dr. Hartmut Wecker, Bürgermeister Volker Zimmermann, Ordnungsamtsleiter Martin Segeler und Mitglieder des Ortsbeirates mit Ortsvorsteher Franz Berghoff an der Spitze dem Thema, das dem Dorf seit Jahren auf den Nägeln brennt: eine einzige Stelle in der Ortsdurchfahrt zu bekommen, an der Kinder und alte Leute sicher die Ederstraße überqueren können.

Vorneweg erneuerte seine Auslegung der Rechtslage, dass hessische Vorschriften höhere Fußgängerzahlen für eine Ampel vorschreiben, als sie für Wega registriert wurden. Zimmermann und Segeler konterten mit den Beispielen der Fußgängerampeln in Wabern oder an der B253 in Mandern. „Dort überqueren auch nicht mehr Fußgänger die Straße. Die Ampel in Mandern behindert den fließenden Verkehr nicht, aber sie hat die Lebensqualität im Dorf deutlich erhöht“, betonte Zimmermann.

25000 Euro stelle die Stadt für eine Ampel in Wega bereit. Eine Verkehrsinsel in Höhe der Bushaltestelle am Koppenrätscher-Brunnen als Alternative würde deutlich mehr kosten. „Unabhängig von der Finanzierungsfrage werden wir zur einer Lösung kommen. Das kläre ich mit dem Bürgermeister“, versprach der Landrat den Wegaern.

Die Vertreter des Dorfes und der Stadt halten nach wie vor eine Schlafampel für die bessere, weil aus ihrer Sicht sicherere Variante. Der Kreis tendiert eher zur Verkehrsinsel, wurde beim Gespräch deutlich. Kubat und Vorneweg verwiesen auf den tödlichen Fußgängerunfall an einer Drückampel in Freienhagen vor einiger Zeit.

Die Entscheidung, was in Wega installiert wird, soll binnen Tagen fallen, fügte Kubat auf Nachfrage der Ortsvertreter hinzu. Für die Kreistagssitzung am 11. Mai hat die CDU-Fraktion unabhängig davon eine Anfrage zum Thema eingereicht, berichteten die Vertreter der Kreisverwaltung.

Von Matthias Schuldt

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