Rätselraten um Beweggründe hinter den Zerstörungen am Schloßberg-Wanderweg

Laternen umgeknickt und LEDs geklaut: Vandalismus plus Diebstahl in Altwildungen

Die Kombination von Schnitt- und Knickspuren am Fuß der zerstörten Laternenmasten am Schlossberg macht stutzig, Foto: Schuldt

 Altwildungen. Der Vandalismus am Schlossberg, der am Silvestermorgen entdeckt wurde, liefert weiter Gesprächsstoff. Der Altwildunger Christoph Söntgerath entdeckte die abgeschnittenen und abgeknickten Laternenmasten am Silvestermorgen

.

Seiner Ansicht nach handelt es sich möglicherweise aber nicht um reine Sachbeschädigung, denn aus den betreffenden Laternenmasten wurden die LED-Einheiten herausgebrochen und gestohlen. Der Altwildunger stellte die Fotos auf seiner Facebook-Seite ein und ein Gast berichtete daraufhin von Randale, die in der Nacht auf Silvester zu hören gewesen sei.

Söntgerath weist auf die Schnittspuren am Fuß der Laternen hin. Tatsächlich sieht es bei näherer Betrachtung so aus, als seien die Masten zunächst mit einem professionellen Werkzeug eingeschnitten und erst zum Schluss umgeknickt worden.

Die Polizei hat nach Angaben der Pressestelle in Korbach noch keine Erkenntnisse dazu. Sie will heute noch einmal Kontakt zur Wildunger Stadtverwaltung aufnehmen, um zu ermitteln. Nach Einschätzung Söntgeraths muss ein Werkzeug wie eine Akku-Schleifhexe den Verursachern zur Verfügung gestanden haben, um diesen großen Schaden anzurichten.

Ob allerdings der Diebstahl der LED-Einheiten tatsächlich das Hauptmotiv für die Zerstörung lieferte, erscheint zweifelhaft. Denn die Randalierer schnitten nicht etwa von unten oder oben her am Weg eine gesammelte Reihe von Masten ab, sondern ließen zwischendring etliche unbehelligt stehen. Beobachter fragen sich, ob Diebe so vorgehen würden?

Welches absurde Ausmaß Zerstörungswut annehmen kann, zeigte sich in diesen Tagen bei einem Fall in Neubrandenburg. Ein 15- und ein 18-Jähriger sägten 80 junge Bäume entlang von Fuß- und Radwegen einer Kommune ab und richteten so einen Schaden von rund 70 000 Euro an. Das Motiv, das sie laut Polizeimeldungen angaben: Langeweile. Weil sie eine einfach Astsäge benutzten, mussten sie schweißtreibende Arbeit verrichten, um ihr Zerstörungswerk zu verrichten.

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