Bad Wildungen

Leben der Juden und Zwangsarbeiter erforscht: Ehrenbrief an Johannes Grötecke

- Bad Wildungen (höh). Das Leben der Juden in Bad Wildungen und der Zwangsarbeiter am Edersee hat er nachgezeichnet. Seit 20 Jahren ist Johannes Grötecke auf Spurensuche. Gestern wurde er mit dem Landesehrenbrief ausgezeichnet.

Als Schüler am Gustav-Stresemann-Gymnasium begann er 1987 mit seinen Recherchen. Mit großer Sachlichkeit und Verantwortung habe er Zeitzeugen interviewt und viele Veröffentlichungen herausgebracht, betonte Bürgermeister Volker Zimmermann in seiner Laudatio. Er habe Kontakte hergestellt zu ehemaligen jüdischen Mitbürgern. Ohne sein Engagement wären auch die „Stolpersteine“ nicht realisiert worden. Seine Forschung habe aber auch Staub aufgewirbelt. Zimmermann überreichte Urkunde und Nadel an den 42 Jahre alten Lehrer, verbunden mit dem Wunsch, „diese Beharrlichkeit weiter an den Tag zu legen“.

Mitstreiter Thomas Ludwig skizzierte den Geehrten: „Bei dir steht die Verantwortung und nicht die Schuld im Vordergrund.“ Sein unverkrampfter Umgang sei vorbildlich und mache es möglich, sich konstruktiv mit dem Thema auseinanderzusetzen. Mehr lesen Sie in der gedruckten WLZ-Dienstagausgabe.

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