SG Anraff machte sich per Zweimaster auf Weg zum Freundschaftsspiel in Holland

Leinen los an Bord und auf dem Platz

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Edertal / Bad Wildungen - Die Vrouwenvoetbal-Mannschaft MA1 des Sportclubs Kadoelen in Amsterdam Noord empfing die erste Damen-Mannschaft der Spielgemeinschaft Anraff-Gif­litz-Friedrichstein zu einem Freundschaftsspiel auf niederländischem Kunstrasen.

Die Damen aus dem Edertal waren mit dem Zwei-Mast-Großsegler Moeke Zorn bei schönem Wetter und eiskaltem Nordwind von Enkhuizen aus angereist. Schon vor Beginn des Wettstreits war im Stadion zu Kadoelen großer Bahnhof angesagt. Die Niederländer waren schon in Feierlaune, da zum Zeitpunkt ein Meisterschafts-Endspiel ausgetragen wurde.

Von Bürgermeistern begrüßt

Während die Damen zum Umkleiden in den Katakomben des Vereinsheims verschwanden, fand die offizielle Begrüßung durch Sportdirektor Merlijn Rademakers in Begleitung des Sportbürgermeisters der Stadt Amsterdam sowie des Bezirksbürgermeisters von Amsterdam-Noord statt. Ernst Weidenhübler, Manager der Spielgemeinschaft, überreichte das Grußwort des Edertaler Bürgermeisters Gier, während der neu gewählte PR-Manager des SV Anraff, Peter Fritschi, Gastgeschenke an die Vereinsführung verteilte.

Bevor das Spiel startete, wurden auf dem Mittelkreis Wimpel ausgetauscht und unter Anleitung des bekannten Sportreporters Emiel van Lint, der auch für den Amsterdamer Telegraaf schreibt, gab es ein Foto­shooting.

6:0 gewonnen

Die Anraffer Delegation wurde mit Bier aus einem 1,5-Liter-Pitcher an den Spielfeldrand gelockt, von wo aus zunächst ein verteiltes Spiel zweier gleichstarker Mannschaften zu beobachten war. Beide Teams agierten offensiv und erspielten sich Torchancen. Die Tore schoss jedoch die SG Anraff, die zur Halbzeit mit 0:2 in Führung lag. In der zweiten Halbzeit, nach einigen Auswechslungen, entwickelte sich ein überlegenes Spiel der Gäste bis zum Endstand von 0:6. Es machte sich hier auch die körperliche Überlegenheit der deutschen Frauen bemerkbar, die durchweg etwas älter waren als die Holländerinnen.

Nach dem Ende der Party gingen beide Teams an Bord des Zwei-Mast-Seglers, wo die Holländerinnen von den Edertalerinnen zum Dinner eingeladen waren. 50 Personen teilten sich 22 Bordplätze. Die Stimmung war prächtig, auch bei den Holländerinnen, die so hoch verloren hatten.

„Oude Worst“ zum Trost

Als kleinen Trost und Dankeschön erhielt jede von ihnen einen oranjefarbigen Stoffbeutel der Edertaltouristik überreicht mit Prospekten von Edertal und Edersee sowie einer „Ahlen Worscht“ (holländisch: Oude Worst). Auch die Gesangseinlagen der Anrafferinnen zu Stimmungsliedern aus dem Ghettoblaster fanden Anerkennung. Saskia Wathling, Spielerin der Edertaler SG, fasst ihre Eindrücke so zusammen: „ Die Fahrt hat allen gut gefallen, es hat alles gut geklappt, das Wetter war einigermaßen gut. Es war schwierig, sich an die Enge an Bord zu gewöhnen. Es ist interessant, mal gegen einen ganz anderen Gegner zu spielen.“

Der Kontakt zu den Holländerinnen sei aber nicht sehr intensiv gewesen, nicht zuletzt wegen der Sprachbarriere. Die Tour sei aber wichtig für die Gemeinschaft, auch, da es in dieser Saison noch kein Trainingslager oder Ähnliches über mehrere Tage gegeben habe.(r)

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