Freundschaftssingen des MGV und Kirchenchores Ober-Werbe

Lieder der Freude gegen Herbstblues

Waldeck-Oberwerbe - Dem trüben, regnerischen Novemberabend vor der Tür setzte der MGV und Kirchenchor Werbetal am Samstag im DGH Ober-Werbe sein „Lied der Freude“ zum Beginn des Freundschaftssingens entgegen, geführt von seiner Dirigentin Xenia Kautz.

„Lieder der Freude von Freunden – das erleben wir seit vielen Jahren in diesem Rahmen“, sagte Vorsitzender Andreas Höhle zur Begrüßung. Heitere Weisen, Texte zum Nachdenken, Melodien voller Melancholie: Das gastgebende Ensemble und vier Chöre aus der Nachbarschaft deckten ein breites Musikspektrum ab, vom traditionellen Heimatlied bis zum Ausflug in Rockregionen mit den aktuellen „Tagen wie diesen“ der Toten Hosen. Umgeschrieben auf eine A-cappella-Version für Chöre klang das in manchen Ohren zwar ungewohnt – „das ist mir viel zu langsam“, meinte ein ganz, ganz junger Zuhörer – aber die Sänger der Chorgemeinschaft Vöhl-Basdorf unter Leitung von Uli Fingerhut hatten an diesem Titel großen Spaß und erhielten wie alle anderen Sangesfreudigen viel Applaus vom Publikum, unter das sich auch viele Nicht-Aktive gemischt hatten. „Darüber freuen wir uns besonders“, bemerkte Andreas Höhle. Sein Stellvertreter Karl-Heinz Göbel moderierte den Abend und würdigte unter anderem mit Blick auf „Tage wie diese“ die Arbeit der Arrangeure, 
die unermüdlich bekannte Lieder zu Chorsätzen umformen und den Sängerinnen und Sängern neue Türen zu ihrem mit Hingabe betriebenen Hobby öffnen. Dieselbe Anerkennung gebühre den Chorleiterinnen und -leitern, unterstrich Göbel. Dirigentin Ulrike Bartsch war gleich dreimal im Einsatz: Der MGV Netze war mit ihr noch niemals in New York, obwohl er den Gang über sieben Brücken nicht scheute. Selbstironie und zwinkernde Augen zählen zum Selbstverständnis von Sängerinnen und Sängern, beispielhaft und zur großen Freude des Publikums an den Tag gelegt im Beitrag „Die alten Schachteln“ des Netzer Frauenchores oder im Evergreen „Bel Ami“ des Chores „Echt live Freienhagen“.Der hatte Bürgermeister Jörg Feldmann, den bekennenden Fan des Chorgesangs und – mit Rücksicht aufs Publikum bekennenden Nicht-Sänger – mitgebracht für die obligatorischen Grußworte, denen sich Ober-Werbes Ortsvorsteher Wilhelm Emden anschloss.Nach den vielen Liedbeiträgen der fünf Chöre blieben die Gäste im DGH noch lange gemütlich beisammen, bestens bewirtet von einer Reihe ehrenamtlich wirkender guter Geister. Lothar Lamm aus Ottlar spielte dazu Begleit- und Tanzmusik. Der Creativ-Club Ober-Werbe steuerte zur Unterhaltung des Publikums seine persönliche Version des Schneewittchen-Märchens mit den sieben Zipfelmützen bei.

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