Kurzzeitparkplätze vor Altstadtbäckerei vorgesehen

Lösung für Parkproblem in Bad Wildunger Altstadt ist in Sicht

Darum geht es: Ein schmaler Streifen – früher eine Busbucht – vor der Altstadtbäckerei. Hier halten Kunden und Lieferfahrzeuge und oft auch Dauerparker; selten ist die Fläche so leer wie im Bild zu sehen.
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Darum geht es: Ein schmaler Streifen – früher eine Busbucht – vor der Altstadtbäckerei. Hier halten Kunden und Lieferfahrzeuge und oft auch Dauerparker; selten ist die Fläche so leer wie im Bild zu sehen.

Für helle Aufregung und einem gewaltigen Shitstorm in den verschiedenen Foren im Internet sorgte unbeabsichtigt die Altstadtbäckerei Noll in der Lindenstraße mit einem Plakat.

„Wir müssen wahrscheinlich in absehbarer Zeit unseren Geschäftsbetrieb einstellen,“ stand darauf zu lesen.

Zur Begründung hieß es: „Offensichtlich ist es der Stadt Bad Wildungen wichtiger, Anliegern und Mietern der umliegenden Häuser (die alle keinen eigenen Parkraum aufweisen können) Dauerparkplätze vor unserer Bäckerei zu gewähren.“ Zehn Arbeitsplätze und ein gewerbesteuerzahlender Handwerksbetrieb zählten wohl nicht.

Bürgermeister: Für den inkauf bisher geduldet

Das Plakat wurde abfotografiert und im Internet gepostet. Zahlreiche Kommentare gingen ein. Es geht um einen schmalen Streifen vor der Bäckerei, der bis zur Eröffnung des Stadtrings eine Bushaltestelle war. Heute wird er von Kunden der Altstadtbäckerei genutzt und für den Liefer- und Transportverkehr der Bäckerei. Zuweilen blockieren auch Dauerparker in der eng bebauten Altstadt diese Fläche und behindern den Betrieb der Bäckerei.

Die Stadt habe bisher die Nutzung der ehemaligen Bushaltestelle für den Einkauf geduldet, sagte Bürgermeister Ralf Gutheil auf Anfrage der WLZ. „Aufgrund der Größe der Fläche und der Enge zur Lindenstraße können und dürfen an dieser Stelle keine Parkplätze ausgewiesen bzw. angelegt werden.“

„Es war nie beabsichtigt, Anwohner-Parken zu erlauben“

Der Bürgermeister weiter: „Es war niemals beabsichtigt, Anwohner-Parken zu erlauben.“ Es sei wiederholt vorgekommen, dass Autofahrer ihre Fahrzeuge mit Anwohnerparkschein abgestellt hätten. Sie seien darauf hingewiesen worden, das dies nicht erlaubt sei, betonte Gutheil.

Natürlich sei die Stadt daran interessiert, dass der alt eingesessene Handwerksbetrieb in der Altstadt bleibe. „Wir suchen nicht nur nach einer Lösung, sondern wir haben sie bereits“, sagte Gutheil. Gestern Nachmittag wurde mit Bäckerei-Inhaber Manfred Noll ein Vorschlag des Ordnungsamts besprochen, der das Problem lösen soll.

Lösung: Drei Plätze, kombiniert mit Schild Kurzzeitparken

Voraussichtlich drei Kurzzeitparkplätze sollen markiert und mit einem Schild „Kurzzeitparken“ gekennzeichnet werden. Die für die Markierungsarbeiten zuständige Firma sei bereits beauftragt und rücke voraussichtlich in der 39./40. Kalenderwoche an. „Nach Abschluss der Markierungsarbeiten wird dieser Bereich verstärkt kontrolliert.“

Die Betreiber der Altstadtbäckerei, Monika und Manfred Noll, zeigten sich sich mit dieser Lösung zufrieden. „Damit ist uns sehr geholfen“, sagte Monika Noll gegenüber der WLZ.

Parkhaus Meerschlund mit kostenlosen Parkplätzen in der Nähe

Parken ist in der Altstadt zunehmend problematischer geworden. Bürgermeister Gutheil nennt die Hintergründe dafür: „Es sind zusätzliche Pkw in die Altstadt gekommen, Vermieter haben Parkplätze abgelöst, und Autofahrer sind nicht bereit, ein paar Meter zu laufen.“ In der Nähe der Bäckerei stehe das Parkhaus Meerschlund mit kostenfreien Parkplätzen zur Verfügung, verweist der Bürgermeister. Von Rainer Rüsch

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