Landjugend Böhne gestaltet fröhlichen Dorfabend im Dorfgemeinschaftshaus

Männergespräche und Frau auf Rezept

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Der Männerstammtisch mit (von links) Gerhard Rieder, Christoph Höhle, Bernd Finke, Ralf Relke, Karl-Heinz Schäffer und Martin Wiesemann weiß genau Bescheid.Fotos: Tina Fischer

Edertal-Böhne - Die Landjugend in Böhne veranstaltete einen vergnüglichen und amüsanten Dorfabend im voll besetzten Dorfgemeinschaftshaus. Unterhaltsame Sketsche, beeindruckender Gesang und das feuchtfröhliche Dorfgespräch standen im Programm und lösten wahre Beifallsstürme aus.

Die Besucher lachten Tränen und genossen die Darbietungen der Laienschauspieler in vollen Zügen. Sie erlebten, wie kompliziert eine Pizzabestellung im Jahr 2050 werden kann und dass bei manchem Arztbesuch nur noch eines helfen kann: „Eine neue Frau auf Rezept“.

Während Edertals Bürgermeister Klaus Gier und sein Vorgänger Willi Ernst Schreiber den Aufführungen amüsiert folgten, erkannte sich Ortspfarrer Till Anders Follmann nur teilweise im ruhigen Leben eines Pfarrers wieder und amüsierte sich darüber köstlich. Im Pfarrhaus entpuppte sich das Süppchen auf dem Herd als Einweichwasser für Socken und die drei Besucherinnen erwiesen sich als echte Feinschmecker.

Dass Böhnsche Kinder manchmal zu schlau für die erste Klasse sind, zeigte sich in einem weiteren Sketsch. Bei einer Prüfung von Schuldirektor und Lehrerin stellte sich der kleine Uwe als echtes Wunderkind heraus. Im Gegensatz zum Direktor beantwortete er auch die zweideutigsten Fragen eindeutig richtig. „Wo haben Frauen die krausesten Haare?“, wollte die Lehrerin zum Beispiel wissen und Uwe dachte, anders als der Direktor, an „Afrika“.

Die Hungerrippe aus Limburg

Den traditionellen Höhepunkt des Abends setzten die Dorfgespräche beim Männerstammtisch. Fünf fromme Zigarrenraucher und ein trinkfester Pfarrer wussten über alles und jeden etwas zu berichten. Die „Böhnsche Kolonie in München“, die neuen Liebschaften im Ort oder die „Hungerrippe aus Limburg“ (Bischof Tebartz- van Elst) waren beliebter Gesprächsstoff. Die Männer waren nach eigener Meinung auf allen Gebieten „kompetent und als Vererber tauglich“.

Die Sperrmauer wollten sie zur Verschönerung neu überbetonieren und mit Silofarbe schwarz streichen, und nach einer weiteren Runde Hochprozentigem bekamen der ehemalige Landrat, das Korbacher Hallenbad und die Eisenbahner ihr Fett weg. „Wenn die so weiterstreiken, wird noch aus jedem Bahnhof ein Pfannkuchenhaus“, spekulierten sie mit Blick auf Netze. „Ein Zigarrenzimmer mit Sicht auf die Störche“ wollte einer der sechs im neuen Altenheim in Giflitz beziehen. Nach kurzer Beratung entschied man sich dann aber für Sterbehilfe mit der Waffe, „libber zehn Gramm Blei im Balge als hinner der Edder ahlt wärren“ lautete der einhellige Beschluss.

Nach einigen weiteren Weisheiten und Schnapsrunden ging die Männerrunde auseinander und machte Platz für den stimmgewaltigen Höhepunkt des Abends. Annika Höhle sang auf beeindruckende Weise Hits von Helene Fischer und sorgte mit ihren Tänzerinnen für einen perfekten Schlusspunkt des offiziellen Programms.

„Atemlos durch die Nacht“ tanzten die Gäste und die ­Landjugend Böhne im Anschluss und ließen so einen unterhaltsamen Abend schwungvoll ausklingen.

Von Tina Fischer

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