Bad Wildungen

Wie ich ein „Mama-Söhnchen“ wurde

- Bad Wildungen (sta). Der Wildunger Steffen Albus spielt am heutigen Donnerstag in „Familien im Brennpunkt“ ab 16 Uhr auf RTL mit· Hier sein Erfahrungsbericht.

In Mannheim studiere ich Sportjournalismus und Sportmanagement. Einer meiner Kommilitonen war Ende 2010 als Darsteller bei „Richter Alexander Hold“ und so kam auch ich auf die Idee, den Weg ins Fernsehen zu suchen.Kein großer Aufwand: Ich bewarb mich bei filmpool über die Internetseite des Unternehmens (Verdachtsfälle, Richterin Barbara Salesch, Berlin Tag & Nacht und weitere). Ein paar persönliche Daten und ein Foto sind notwendig. Ende Januar kam dann die Einladung zum Casting in der Nähe, in Frankfurt am Main. Mir wurde eine Szene vorgelegt, die ich anschauen, aber nicht auswendig lernen sollte. Wenig später fand ich mich mit mehreren Bewerbern in einem Raum wieder, in dem sich jeder von uns vorstellte und die Szene mit der Casterin durchspielte.

Das Ergebnis: Alle wurden in die Darstellerkartei übernommen. Nun hieß es warten. Wenn ein gewisser Typ gesucht wird und der Bewerber dazu passt, wird er angerufen und gefragt, ob er Zeit und Lust hat, eine bestimmte Rolle zu spielen. Alle weiteren wichtigen Infos treffen per E-Mail ein.

Vier Monate hörte ich nichts mehr, dann kam die erste Anfrage für die Sendung „Mieterzoff“ auf VOX. In dieser streiten Vermieter mit ihren Mietern, doch mir fehlte die Zeit für eine Zusage. Wenig später sollte ich für „Familien im Brennpunkt“ vor die Kamera. Ich sagte zu und nun war ich für einige Stunden also „Alexander Lobinger“. Meine „Mutter“ und ich bekommen eine Untermieterin, die ich ganz toll zu finden habe. Mein anderes Ich Alexander versucht, Zeit mit ihr zu verbringen und nervt sie dabei kolossal. „Mama“ ist auf meiner Seite und kann gar nicht verstehen, warum die Mädchen sich nicht für mich interessieren. Sie versucht, uns zusammenzubringen. Das Drehbuch für die Episode ist 60 Seiten lang. Soll aber nicht auswendig gelernt werden, damit die Dialoge sich authentischer anhören. Schließlich sollen die Leute glauben, das alles sei aus dem Leben gegriffen. Ein Prinzip, von dem Zeitschriften wie „Das Goldene Blatt“ oder „Echo der Frau“ seit Jahrzehnten existieren.

Der Dreh dauerte vier Tage, von denen ich zwei dabei war. 80 Euro pro Drehtag gab’s als Honorar. Vor Drehbeginn musste ich einen Vertrag unterschreiben. Die Kostüme für die diversen Szenen wurden abgestimmt. Wir besprachen, welche Kleidung ich von zu Hause mitbringen sollte.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Donnerstag, 29. September

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